Kreis Steinfurt/Hörstel. Spannende, lustige, skurrile und überraschende Geschichten haben Hörsteler und Ibbenbürener Bürgerinnen und Bürger zu erzählen: Vom Lokomotivführer auf der Sommerrodelbahn, von der Arbeit unter Tage in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit in den zwanziger Jahren, vom Tod eines Matrosen an der Bevergerner Schleuse oder von einem versteckten Schatz auf einer Halde.
Die Orte des Geschehens hatte Petra Spielhagen, Stipendiatin des Projektstipendiums „KunstKommunikation“ beim DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel, fotografiert. „Tausche Bilder gegen Geschichten“ titelt ihr Projekt, bei dem sie vier Wochen lang nachts in Hörstel und Ibbenbüren auf Streifzug ging und öffentliche Plätze und Situationen künstlerisch ablichtete. Bei der anschließenden Tauschaktion auf dem Wochenmarkt in Ibbenbüren und beim Marktzauber am Kunsthaus erzählten die Menschen der Berlinerin, was sie mit den Motiven verbinden.
Die Geschichten und Fotos werden zusammen mit ähnlichen Kunstaktionen der Großstädterin aus Lettland und Berlin in einer Dia-Audio-Installation ab Sonntag, 24. Juni, im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst zu sehen sein.
Gleichzeitig wird die Ausstellung „Observatorium Kloster Gravenhorst“ eröffnet. Das „Observatorium“, eine zehn Meter hohe begehbare Holzskulptur im Innenhof des Klosters, ist seit einigen Wochen ein neuer Anziehungspunkt im Klosterensemble geworden. Ab kommenden Sonntag können Interessierte nicht nur auf besondere Art in den Himmel blicken, sondern auch das Modell vom „Observatorium“, aktuelle Fotos vom Aufbau sowie frühere Projekte des Künstlers und Projektstipendiaten Andy Brauneis bewundern. Auch hierbei werden die Besucherinnen und Besucher Unerwartetes entdecken. Und ab diesem Tag wird das Observatorium auch abends beleuchtet sein.
Gerd Andersen, die Kuratorin des Projektstipendiums, führt am kommenden Sonntag ab 12 Uhr in beide Ausstellungen ein. Für Fragen stehen an diesem Tag auch die Künstler, Petra Spielhagen und Andy Brauneis, zur Verfügung.