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Magdeburg, 26. Juni 2007
Annette Pullen erhielt Dr.-Otto-Kasten-Preis

Die Schauspielregisseurin Annette Pullen und die Sopranistin Ina Schlingensiepen sind die Preisträger des diesjährigen »Dr.-Otto-Kasten-Preises - Förderpreis der Deutschen Intendanten«, der am vergangenen Sonnabend im Staatstheater Wiesbaden übergeben wurde.
Annette Pullen inszenierte am theater magdeburg 2004/2005 »Demut« von Jason Sherman als Deutschsprachige Erstaufführung, »Wandernutten« von Theresia Walser und 2006/2007 »Die Leiden des jungen Werther« nach Goethe. In der kommenden Spielzeit  2007/2008 wird Goethes „Iphigenie auf Tauris“ folgen.
Die 1974 in Gelsenkirchen geborene Regisseurin inszenierte außerdem am Thalia Theater Hamburg, schauspielhannover, Schauspiel  Essen, Theater Heidelberg, Theater Kiel sowie am Volkstheater Wien.
Die Laudatio für Annette Pullen hielt der Generalintendant des theaters magdeburg, Tobias Wellemeyer. Er würdigte an ihren Inszenierungen die „gedankenmusikalische Leichtigkeit“ und  ihre unverstellte zeitgenössische Sehnsuchtsmotivik.
Der mit 10.000 Euro dotierte Otto-Kasten-Preis, einer der wichtigsten deutschen Theaterpreise, wird aller zwei Jahre verliehen und ist ein Förderpreis für den künstlerischen Nachwuchs im Bereich aller Genres. Erstmals vergeben wurde er 1985. Die Liste der bisher mit dem Kasten-Preis geehrten Theaterleute zeigt das hohe Niveau der Auszeichnung. So war Klaus Weise, der spätere Generalintendant in Bonn, 1985 erster Preisträger. Leander Haußmann ist ebenso unter den Geehrten wie das Regieteam Tom Kühnel/Robert Schuster und der Choreograf Joachim Schlömer.
In diesem Jahr hat sich die Jury, zu der Wolfgang Engel (Intendant Schauspiel Leipzig), Holk Freytag (Intendant Staatsschauspiel Dresden), Ulrich Khuon (Intendant Thalia Theater Hamburg), Cathérine Miville (Intendantin Stadttheater Gießen), Ulrich Peters (Intendant Theater Augsburg), Klaus Pierwoß (Generalintendant des Theaters Bremen), Achim Thorwald (Generalintendant Karlsruhe), Heiner Bruns (Intendant a.D. Bielefeld) und Tobias Wellemeyer (Generalintendant theater magdeburg) gehören, für zwei Preisträger entschieden.
Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Schirmherr Klaus Zehelein bat in seinem Grußwort, die beispielhafte "Vorbildfunktion" des Preises auch als wichtigen Beitrag für die finanzielle Unterstützung junger Künstler durch Länder und Kommunen zu würdigen.


 



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