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Presseinformation

27. Juni 2007
Der Teuto brennt: Waldbrandübung in Lienen am Samstag
Feuerwehren aus dem Kreis und Niedersachsen üben gemeinsam

Kreis Steinfurt/Lienen. Waldbrand im Teutoburger Wald – das stellt in diesen Hundstagen glücklicherweise keine realistische Bedrohung dar. Dennoch werden am kommenden Samstag, 30. Juni, rund 400 Einsatzkräften in Lienen zu einer großen, im Vorfeld bekannten Waldbrandübung erwartet.

Brandoberinspektor Raphael Meier koordiniert sie und schildert das Szenario: „Nach langer, anhaltender Trockenheit werden morgens um halb neun die Feuerwehr Lienen und die Werkfeuerwehr Dyckerhoff zu einem brennenden Schwerkraftlastwagen in den Steinbruch „Höste“ gerufen. Durch starke Südwinde und Funkenflug breitet sich das Schadenfeuer in nördliche Richtung auf den bewachsenen Steilhang des Bruches aus. Oberhalb des Steinbruchs bis zum Hermannsweg entwickelt sich das Bodenfeuer und nimmt an Intensität zu. In der Folge kommt es zu einem Gipfelfeuer mit starkem Funkenflug. Die massiven Winde und der Funkenflug verursachen Flugfeuer auf der nördlichen Seite des Höhenzugs, dem so genannten „alten Klöckner-Bruch“. Hier sind direkt angrenzende Gebäude zu schützen. Mit Drehung des Windes auf West sind weitere Waldgebiete im Teutoburger Wald und ein Bauernhof gefährdet.“

Doch damit nicht genug. Im Gemeindegebiet treten weitere Notfälle auf, so dass die Feuerwehr Lienen Unterstützung von den Nachbarwehren, auch aus Niedersachsen anfordern muss. Im Ernstfall vor Ort wäre auch der Kreis Steinfurt, der den Stab der Einsatzleitung schicken wird, um den örtlichen Einsatzleiter zu unterstützen. Raphael Meier wird zudem die Bereitschaft Steinfurt mit der Waldbrandkomponente (ca. 150 Einsatzkräfte) alarmieren. Für die Sicherheit und Versorgung der Einsatzkräfte sorgt das Deutsche Rote Kreuz.

Meier verweist auf die besondere Herausforderungen der Übung, bei der einerseits das Führen von zahlreichen Einsatzkräften und -mitteln aus zwei Bundesländern, andererseits der Einsatz in einem ausgedehnten, schwer zugänglichen Schadensgebiet geübt wird. „Letztlich gilt es, Erfahrungswerte bei Waldbränden in dieser Größenordnung zu sammeln. Wie wichtig dies sein kann, zeigen uns die Waldbrände während der Hitzephase im letzten April“.

 

Wenn alles gut läuft, wird die Übung gegen 15 Uhr 30 Uhr beendet sein. Die Einsatzleitung und hochrangige Beobachter treffen sich zur Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Lienen, während sich die Kräfte ab 16 Uhr auf den Heimweg begeben – reich an neuen Erfahrungen und sicher ziemlich erschöpft.

 




Herausgeber:
Kreis Steinfurt, Stabsstelle Landrat; Pressesprecherin: Kirsten Weßling; Tecklenburger Straße 10, 48565 Steinfurt
Telefon: 02551-692160, Telefax: 02551-692100; www.kreis-steinfurt.de, kirsten.wessling@kreis-steinfurt.de