„Zusammen sind wir aktiv!“
LISA - Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler
Magdeburg.
Am Donnerstag kommender Woche (5. Juli) fällt um 10.30 Uhr im Alten Rathaus der offizielle Startschuss für das Projekt LISA - Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf. Als eine von 20 Städten konnte sich Magdeburg behaupten und mit der Arbeitsgruppe „(Inter-)Kultur und Soziales“ im Magdeburger Netzwerk für Ausländer- und Integrationsarbeit die bundesweite Ausschreibung der Robert-Bosch-Stiftung gewinnen.
Für 20 Jugendliche ist der 5. Juli 2007 deshalb ein ganz besonderer Tag: Mit der Eröffnungsveranstaltung im Alten Rathaus beginnt für die 16 bis 25jährigen ein Trainingsprogramm, das den Einstieg in Ausbildung und Beruf unterstützen soll.
Unter dem Motto „Zusammen sind wir aktiv!“ setzen sich die Initiatoren zum Ziel, jugendliche Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf zu integrieren. Sie fokussieren sich damit auf eine Gruppe von Menschen, die von der fatalen Ausbildungsplatz- und Arbeitsmarktsituation in Ostdeutschland besonders hart betroffen ist.
Nur wenige von ihnen - die überwiegende Mehrheit sind Haupt- und Realschüler - haben die Chance auf einen Ausbildungsplatz. Das Projekt will die Kompetenzen der jungen Menschen stärken und Sprachbarrieren abbauen. Zugleich will es sie zur Übernahme von Selbstverantwortung und Verantwortung für andere motivieren. Hierzu dienen u.a. Teamgeist fördernde Gruppenaktivitäten, wie z.B. Sport, Outdooraktivitäten in der Region, Jugendcamps oder eine Medienwerkstatt zur Produktion einer gemeinsamen Fernsehsendung.
Träger der zweijährigen Maßnahme sind das Institut für Marktwirtschaft und der Bildungsverein „Arbeit und Leben“. Das LISA-Projekt wird von der Landeshauptstadt Magdeburg in der Phase der Realisierung intensiv unterstützt.
Im Rahmen von „LISA - Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf“ unterstützt und intensiviert das Vorhaben besonders die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsgruppen des Magdeburger Netzwerkes für Ausländer- und Integrationsarbeit. In diesem Sinne hat es für die Landeshauptstadt Magdeburg einen hohen Stellenwert und trägt den Charakter eines Pilotprojekts.
Zur Integrationspolitik gehört unverzichtbar die gezielte Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die zwischen den Kulturen aufwachsen und noch nicht in unserer Gesellschaft sozialisiert sind.
Um frühzeitig zu handeln, ist das Projekt bereits zur Beruforientierung in den Schulabgangsklassen an den Sekundarschulen „Wilhelm Weitling“ und „G.W. Leibniz“, an denen der Anteil der Kinder von Aussiedlern besonders hoch ist, gelaufen.
In den Magdeburger Sekundarschulen lernen z. Zt. ca. 90 Schülerinnen und Schüler von Deutschen Aussiedlern. Zum Projektbeginn im Juli 2007 können ca. 25 Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren mit einem besonderen Hilfebedarf diese Förderung in Anspruch nehmen. Die geplanten Aktivitäten verfolgen damit einen Integrationsansatz, der in Magdeburg bisher noch nicht praktiziert wurde. Das Projekt bietet darüber hinaus die Möglichkeit, diese Vorgehensweise im Integrationsnetzwerk zu erproben und später in die Regelarbeit zu überführen.
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