„Altstädtisches“ zieht nach Olvenstedt um – Tag der offenen Tür an beiden Standorten
Magdeburg.
Mit der Fahrt in einer historischen Straßenbahn zum Städtischen Klinikum in Olvenstedt vollziehen am 6. Juli die Chefärzte der drei Kliniken der Inneren Medizin ihren symbolischen Abschied vom Krankenhausstandort Altstadt.
Im Krankenhaus Olvenstedt wird im Anschluss die offizielle Übergabe des Klinikums erfolgen. In den vergangenen sieben Jahren sind hier knapp 117 Millionen Euro aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt in die Erweiterung und Modernisierung investiert worden.
Der eigentliche Umzug wurde in den Kliniken in den vorangegangenen vier Wochen durchgeführt. 10 Stationen mit knapp 200 Betten wurden nach einem ausgefeilten Logistikplan während des laufenden Betriebes in das umfassend sanierte Hauptbettenhaus in das Städtische Klinikum in der Olvenstedter Birkenallee verlegt. Wichtige internistische Diagnostik- und Behandlungsbereiche wie die Endoskopie und das Herzkatheterlabor sind bereits Mitte Juni an ihrem neuen Standort in Betrieb gegangen.
Die Patienten, die sich während der Umzugstage zur Behandlung im Krankenhaus Altstadt befanden, sind mit umgezogen. Sie sind jetzt die ersten Nutzer der modernen Ein-, Zwei- und Dreibettzimmer, die nun auch alle mit eigenem Sanitärbereich ausgestattet sind.
Am 6. Juli lädt das Städtische Klinikum dann ab 13 Uhr alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür ein.
Im Krankenhaus Altstadt können sich die Besucher zur Geschichte des Hauses informieren. Seit 1817 hat das „Altstädtische“ ununterbrochen als kommunales Krankenhaus der Gesundheitsversorgung der Stadt und Region Magdeburg gedient. Diese lange und bewegte Geschichte hat ein Autorenteam in einem Buch zusammengetragen, das auf der Veranstaltung vorgestellt wird.
Im Olvenstedter Krankenhaus stellen alle Kliniken im Bettenhaus A ihre Stationen und medizinischen Highlights vor. Das Programm reicht dabei von der modernen Geburtshilfe bis hin zur Möglichkeit, sich an einem Simulator selber in der so genannten „Knopflochchirurgie“ zu beweisen.
Zwischen den beiden Krankenhäusern hat das Klinikum einen Busshuttle eingerichtet, mit dem ein schnelles Pendeln möglich ist.
Chronologie:
Das Städtische Klinikum Magdeburg wurde 1994 aus den kommunalen Krankenhäusern Olvenstedt, Altstadt und dem Fachkrankenhaus Vogelsang als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt gebildet.
1997 entschied die Stadt Magdeburg den Ausbau und die Modernisierung des Standortes Olvenstedt zu einem leistungsfähigen Großklinikum und die Zusammenlegung aller Kliniken in Magdeburg-Olvenstedt.
2003 erfolgte der Umzug aller chirurgischen Kliniken in das neue Bettenhaus. Zeitgleich ging der Neubau des Zentral-OP mit 10 Operationssälen und einer 24 Betten großen Intensivstation in Betrieb. Bis 2007 wurden bei laufendem Betrieb sämtliche bestehende Gebäudeteile modernisiert. Im Jahr 2005 wurde der Bettenhausneubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zur Nutzung übergeben. 2006 zog auch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, bisher am Universitätsklinikum beheimatet, in dieses Gebäude ein. Mit dem Abschluss der umfangreichen Modernisierung des Hauptbettenhauses im Juni 2007 zogen die Kliniken für Gastroenterologie, für Kardiologie, Diabetologie und für Hämatologie/Onkologie aus dem Krankenhaus Altstadt nach Olvenstedt. Die 15 Fachkliniken des Städtischen Klinikums versorgen jetzt die jährlich 25.000 stationären Patienten aus Magdeburg und der Region an einem gemeinsamen Standort.
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