16. Juli 2007

Das Kreisveterinäramt warnt: Auch Vierbeiner leiden unter großer Hitze

Tiere nie in der prallen Sonne zurück lassen

Kreis Viersen

Der Sommer mit heißer Witterung kann nicht nur für Menschen anstrengend sein, auch Tiere leiden unter hochsommerlichen Temperaturen. "Bei Hitze ist deshalb ein schattiger Aufenthaltsort und ein ständiges Angebot an frischem Trinkwasser unbedingt notwendig", sagt Dr. Johannes Genenger, stellvertretender Leiter des Veterinäramtes im Kreis Viersen. Körperliche Anstrengungen müssten so weit wie möglich reduziert werden.

Kein Wirbeltier könne über eine längere Zeit Temperaturen von mehr als 40 Grad überleben. "Für Hunde im parkenden Auto oder Vögel und Meerschweinchen, deren Käfig in der prallen Sonne steht, ist diese Temperatur schon nach wenigen Minuten erreicht", warnt der Tierarzt. Deshalb dürften die Vierbeiner auf keinen Fall im Auto zurückgelassen werden, auch nicht bei teilweise geöffnetem Schiebedach und Fenster oder im Schatten. Selbstverständlich dürften sie - unabhängig von den Temperaturen - niemals in der prallen Sonne angebunden werden.

"Bei Tieren können wie beim Menschen Symptome einer Kreislaufschwäche auftreten. Wenn ein Tier bewusstlos wird, sollte man es in feuchte Tücher wickeln und sofort zum Tierarzt bringen", erklärt Genenger. Auf Reisen sollte auf große Lüftungsschlitze in den Transportboxen geachtet werden. Während einer längeren Fahrt müssen die Tiere möglichst oft Auslauf und frisches Wasser bekommen.

Wer zufällig ein Tier sieht, dass unter Hitze leidet, sollte umgehend den Besitzer informieren. Ist das nicht möglich und der Vierbeiner befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, muss die Polizei eingeschaltet werden. "Menschen, die ihre Pflichten als Tierhalter vernachlässigen, drohen Maßnahmen nach dem Tierschutzrecht. Wer Tiere ungünstigen Witterungsverhältnissen aussetzt, so dass sie Schaden nehmen, muss ebenfalls mit einer Bestrafung rechnen", warnt der Tierarzt. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 02162/391311.

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