Kita-Kinder geh´n zur „U“
Sozialbeigeordnete dankt für Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen
Magdeburg.
Mit einem Paket voller T-Shirts belohnte die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker heute die Kinder der Kindertagesstätten Fliederhof I und Fliederhof II. Gemeinsam mit den Kindern der Kitas Käferwiese aus Olvenstedt sowie Zauberland und Löwenzahn aus Ottersleben haben sie an der Kampagne "Ich geh` zur U, und Du?" zur Früherkennungsuntersuchung für Kinder teilgenommen.
Im Zeitraum von März bis Juni 2007 haben die Mitarbeiterinnen des Gesunde Städte Projekts die beteiligten Kitas betreut, um die Eltern für das Thema Vorsorgeuntersuchung und anstehende Untersuchungen zu gewinnen. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gestifteten T-Shirts für die bundesweite Kampagne „Ich geh´zur U, und Du?“ waren der Abschluss der ungewöhnlichen Werbeaktion zum Thema Kindergesundheit.
„Das `U` steht für Untersuchung und erinnert an die insgesamt neun kostenfreien Untersuchungen für Kinder, die das Gesundheitssystem Eltern anbietet“, erläutert die Sozialbeigeordnete Beate Bröcker. „Die Kampagne erinnert die Eltern daran, dass es die Untersuchungen nicht nur im Säuglingsalter, sondern auch für das 2., 4. und 6. Lebensjahr gibt.“
Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes entsprechen die Magdeburger Zahlen einem bundesweiten Trend, wenn sie belegen, dass von den neun Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 die ersten sechs – bis zum zweiten Lebensjahr – gut angenommen werden, bei den letzten drei – bis zum Vorschulalter – die Teilnahme jedoch erheblich sinkt.
„Entwicklungsstörungen vor der Einschulung können so häufig nicht erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Ein schlechter Start für die Schule ist dann vorprogrammiert“, warnt die für Gesundheit zuständige Beigeordnete Bröcker und erklärt: „Wer schlecht hört, sieht oder spricht, kann dem Unterricht ohne zusätzliche Hilfe schlecht folgen“.
Für die Erzieherinnen der beteiligten Kindertagesstätten war die Aktion jedenfalls ein Erfolg, weil viele Eltern auf die kostenfreien Untersuchungen aufmerksam geworden sind.
Hintergrund:
Bei den insgesamt 1530 Schülern in der Schuleingangsuntersuchung im Jahr 2006 ergab die Erhebung der Teilnahme an den Untersuchungen folgendes Ergebnis:
U 2: 1306 97,46 %
U 3: 1299 96,94 %
U 4: 1292 96,42 %
U 5: 1277 95,30 %
U 6: 1271 94,85 %
U 7: 1196 89,25 %
U 8: 1116 83,28 %
U 9: Die U9 konnte nicht komplett ausgewertet werden, da für die Kinder zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung immer noch die Möglichkeit bestand, die U9 nachzuholen. Bis dahin hatten knapp 70 Prozent (69,48 % / 931 ) die Untersuchung wahrgenommen.
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