Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 30. Juli 2007
„Die Stadt fordert die umgehende Kündigung des Mietvertrages!“
BG Bröcker zur Neueröffnung von „Narwik“ im Hundertwasserhaus

Magdeburg.

 

Beate Bröcker, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit der Landeshauptstadt Magdeburg und  Stellvertreterin des Oberbürgermeisters erklärt erneut ihre Kritik an der Vermietung an den Szene-Bekleidungsladen „Narwik“. Anlässlich erster Übergriffe auf das neu eröffnete Bekleidungshaus im Hundertwasserhaus fordert sie von den  Verantwortlichen unverzügliches Handeln: „Die Landeshauptstadt erwartet, dass die Gero AG umgehend den Mietvertrag mit dem Betreiber des Geschäftes kündigt.“

 

Die Stadt unterstütze Bischof Gerhard Feige in seiner Forderung nach sofortiger Schließung des Geschäftes.Ein Laden, der in der rechten Szene beliebte Kleidung vertreibt, ist nicht nur für das Hundertwasserhaus und die Katholische Kirche als Eigentümer von verheerender Wirkung. Er ist auch ein Schlag ins Gesicht all der gesellschaftlichen Gruppierungen und Mitbürger, die sich in dieser Stadt gegen Rechtsextremismus engagieren.“

 

Jeder Versuch rechtsextremes Gedankengut in den Mittelpunkt zu stellen, erfordere ein Zusammenspiel aller gesellschaftlichen Kräfte, so Bröcker. Gerade für das bürgerschaftliche Engagement laute die gemeinsame Botschaft: „Dies werden wir nicht dulden! Nicht im Hundertwasserhaus und an keinem anderen Ort in Magdeburg!“

 

Erfahrungswerte aus den Bereichen der Jugendarbeit zeigen nach Auskunft der Sozialbeigeordneten deutlich, dass die Sozialisation und politische Meinungsbildung mittels „Rechtsrock“ und rechtsextremer „Fanzines“ (Fan-Magazine) auch weiterhin an Bedeutung gewinnt. Folge sei ein menschenverachtendes und rechtsextremes Gedankengut bis hin zu einem geschlossenen Weltbild, das nicht zuletzt auch durch die Kleidung kommuniziert wird. 

 

Angesichts seines Sortiments fürchtet Beate Bröcker zudem, dass sich das Geschäft zu einem Kulminationspunkt für Auseinandersetzungen zwischen rechter und linker Szene entwickeln könnte.

 

Auch die Stadt prüfe deshalb rechtliche Möglichkeiten. Beate Bröcker: „Die Landeshauptstadt wird den Verkauf von Kleidungsstücken mit verbotener rechtsgerichteter Symbolik auf keinen Fall dulden und alle verfügbaren rechtlichen Mittel ausschöpfen, um dies zu unterbinden.“



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
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