30. Juli 2007. Das Projekt „Stärkung der Selbsthilfe im Landkreis Kassel“ hat am 1. Juli in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) begonnen. Sven Heise, Mitarbeiter der KISS, hat den Auftrag, Kontakte zu den im Landkreis bestehenden Selbsthilfegruppen zu knüpfen. Wo treffen sich welche Gruppen zu welchen Themen? Welche Angebote wünschen sich die Gruppen von der KISS? Hierzu soll eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung erfolgen. Hintergrund ist die Fusion der beiden Gesundheitsämter der Stadt und des Landkreises Kassel zum Gesundheitsamt Region Kassel ab 2008. Anne Janz, Gesundheitsdezernentin der Stadt Kassel und der erste Kreisbeigeordnete Uwe Schmidt weisen darauf hin, dass die KISS als Teil des neuen Gesundheitsamtes ihre Leistungen ab 2008 sowohl in der Stadt Kassel als auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises anbieten wird.
Zu Beginn des von der AOK Hessen finanzierten Projekts möchte die KISS über ihre kostenlosen Angebote zur Unterstützung der Selbsthilfe informieren, wie zum Beispiel Weiterleitung von Betroffenen in die passende Selbsthilfegruppe, Unterstützung bei Gruppengründungen, Fortbildungsangebote für Selbsthilfegruppenleiter, Hilfe bei Finanzierungsfragen und Öffentlichkeitsarbeit. Als Ergebnis des Projekts soll dann Anfang nächsten Jahres ein neuer „Selbsthilfewegweiser“ aufgelegt werden, in dem die Selbsthilfegruppen aus Stadt und Landkreis Kassel verzeichnet sind.
Die Bezeichnung „Selbsthilfegruppe“ könnte auch für Vereine und Gruppen zutreffen, die sich bisher nicht als solche verstehen. Deshalb hier eine kurze Beschreibung, um was es sich handelt: „Selbsthilfegruppen sind meist lose, manchmal auch als Verein organisierte Zusammenschlüsse, deren Teilnehmer sich in regelmäßigen Treffen ohne professionelle bzw. bezahlte Leitung durch den Austausch von Erfahrungen gegenseitig in der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen unterstützen. Die Vielfalt der Gruppen ist groß: Es bestehen Gruppen zu chronischen Erkrankungen, zu körperlichen und geistigen Behinderungen, zu Suchterkrankungen und zu psychischen und sozialen Problemen. Die Teilnehmer können dabei entweder selbst oder als Angehöriger betroffen sein. Die Teilnahme an den Gruppen ist in der Regel kostenlos.“
Die KISS ruft alle Selbsthilfegruppen im Landkreis Kassel auf, sich bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) beim Gesundheitsamt der Stadt Kassel, Wilhelmshöher Allee 32A, Telefon 05 61/7 87-53 99, E-Mail: info@selbsthilfe-kassel.de, Internet: www.selbsthilfe-kassel.de, zu melden. Sprechzeiten sind montags und donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 17.30 Uhr.
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