01. August 2007

Veterinäramt warnt: Salmonellengefahr bei großer Hitze

Richtiger Umgang mit Lebensmitteln

Kreis Viersen

Im Sommer treten immer wieder Salmonellen- und Durchfallerkrankungen auf. "An heißen Tagen vermehren sich die Erreger blitzschnell in verunreinigten Lebensmitteln", warnt Dr. Johannes Genenger, stellvertretender Leiter des Kreisveterinäramtes Viersen. Deshalb müsse mit Lebensmitteln jetzt besonders sorgfältig umgegangen werden. Eine durchgehende Kühlung, völliges Durchgaren und richtige Küchenhygiene verhindern eine Lebensmittelinfektion.

Zu den besonders empfindlichen Lebensmitteln gehören Eier, Fisch, Meeresfrüchte, frische Mettwurst und Frischfleisch, vor allem zerkleinert als Hackfleisch oder Pfannengyros. Diese enthalten, auch wenn sie ordnungsgemäß und hygienisch produziert werden, immer bakterielle Keime, ohne dadurch die Gesundheit zu gefährden. "Bei hohen Temperaturen aber erreichen die Keime schnell eine Menge, die zum Verderb des Lebensmittels führt oder sogar eine Lebensmittelinfektion auslöst", berichtet Genenger. So brauche eine einzelne Salmonelle in Hackfleisch bei einer Temperatur von 35 Grad nur fünf Stunden, um sich auf die infektiöse, krankmachende Dosis von 10.000 Keimen zu erhöhen. Zum Vergleich: Bei sieben Grad dauert das eine Woche.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt rät deshalb, Lebensmittel nach dem Einkauf schnell nach Hause zu bringen. Besonders empfindliche Produkte, wie rohes Fleisch, Geflügel, Fisch oder Meerestiere sollten in einer Kühltasche transportiert werden. Die Ware müsse zu Hause sofort in einen mindestens sieben Grad kalten Kühlschrank umgepackt werden. "Hackfleisch und Fisch gleich am Einkaufstag verbrauchen", rät der stellvertretende Amtsleiter. "Auch Speisen, die rohe oder nicht ganz durch erhitzte Eier enthalten - also Pudding, Tiramisu oder selbst hergestellte Mayonnaise - am besten sofort verzehren." Beim Grillen sollte Fleisch und Fisch immer gut durch gegart werden. Bei Picknicks oder Partys ist eine ausreichende Kühlung der Speisen wichtig. Besonders heikel sind Salate mit Mayonnaise. Grundsätzlich gilt: Speisen, die längere Zeit ungekühlt waren, nicht wie gewohnt aussehen oder riechen, sollten zur Sicherheit entsorgt werden, bevor man eine Magenverstimmung riskiert.

"Wichtig ist gerade im Sommer auch die Küchenhygiene. Dazu gehört Händewaschen vor und nach dem Bearbeiten von rohen Lebensmitteln, das Reinigen der Küchengeräte nach jedem Arbeitsgang und der häufige Wechsel von Spüllappen und Handtüchern", empfiehlt Johannes Genenger. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 02162/391861 oder im Internet unter www.kreis-viersen.de

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