02. August 2007
Kreis Viersen
"Das Konzept ist in dieser Form einmalig in Deutschland und wird pro Jahr mit 85.000 Euro von der Stiftung zur Förderung von jungen und alten Menschen unterstützt", sagt Günther Alsdorf, Leiter des Jugendamtes des Kreises Viersen. Voraussetzung für das Förderkonzept war, dass es junge Menschen durch Musik und Bewegung nachhaltig in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung fördert und kein Ersatz für gesetzliche Aufgaben und auch keine mögliche Einsparung von öffentlichen Haushaltsmitteln bedeutet. Begleitet wird das Projekt von der Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung.
Seit einem Jahr entwickeln die Kinder nun in den jeweils vier Kindertagesstätten in Nettetal-Kaldenkirchen und Nettetal-Lobberich sowie in den jeweils zwei benachbarten Grundschulen mit Bewegungsspielen ihr Gefühl für Rhythmus, Körperdynamik und Harmonie. "Die Erzieherinnen werden bei ihrer Arbeit durch den Kreissportbund und die Kreismusikschule Viersen unterstützt", so Alsdorf. Der Bedarf an einer derartigen Förderung war groß. Denn: "In wie vielen Familien wird denn zum Beispiel noch gesungen?" Das Konzept basiere auf der Förderung durch Musik, Tanz, Rhythmik, Singen und Bewegung. Es werden die geistigen Fähigkeiten der Kinder gestärkt, und damit die ganzheitliche Entwicklung in allen Lebens- und Lernbereichen gefördert.
Nach einem Jahr zogen die Leiterinnen und Leiter der Grundschulen und der acht Kindertagesstätten schon ein positives Fazit. Die Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe der Kinder habe sich verbessert, wodurch letztlich auch der Übergang in die Schule erleichtert werde, eines der Schwerpunktziele der Förderung. Zudem sei durch die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen ein viel besserer Austausch der Einrichtungen gegeben.
In den kommenden Monaten sind Kulturnachmittage geplant, bei denen die Kinder das Erlernte präsentieren sollen. Auch die Bildung eines Kinderchores ist in Arbeit. "Viele Kinder konsumieren nur noch. Bei unserem Förderkonzept sind sie endlich einmal selber gefordert und können etwas auf die Beine stellen. Das motiviert sie ungemein," hat Günther Alsdorf festgestellt. Als weiteres Ziel hat Alsdorf ein generationsübergreifendes Treffen im Visier. So könnten ältere Menschen zum Beispiel in die Kindertagesstätten kommen und den Kindern vorlesen.
Das Konzept ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Bei einem Erfolg ist auch eine längere Förderung möglich.
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