Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Magdeburg, 02. August 2007
”work-life-balance” sucht neue Ideen für Gleichgewicht von Beruf, Familie und Gesundheit
Wettbewerb für Unternehmen geht in die zweite Runde

Magdeburg.

Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr hat Magdeburgs Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Beate Bröcker heute zum zweiten Mal einen Wettbewerb zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Gesundheit ausgelobt, der sich speziell an Unternehmen wendet. Dazu Beate Bröcker: „Die Balance von Beruf und Privatleben beeinflusst nicht nur Lebenszufriedenheit und Gesundheit der Berufstätigen entscheidend, sie ist insbesondere für Familien wichtig.“

 

Der Wettbewerb wendet sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten. Gesucht werden Ideen und Projekte, die die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie unterstützen, die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter fördern oder eine gesunde Lebensweise anregen. Der Wettbewerb ist eine weitere Aktion des Magdeburger Bündnisses für Familie. Projektskizzen können ab sofort in der Stabsstelle Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung der Stadtverwaltung eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. Oktober 2007.

 

Die besten Ideen werden prämiert. Zu den Sponsoren gehört auch in diesem Jahr die Stadtsparkasse Magdeburg. Dazu  Horst Eckert, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse: “Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zunehmend wichtiger. Auch ist für die Zukunft ein Fachkräftemangel für Magdeburger Unternehmen zu befürchten. Die Magdeburger Unternehmen müssen sich diesem Wettbewerb einmal für die Familie, aber auch für Fachkräfte stellen.“

 

Für Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus und ebenfalls Sponsor, stellt die Gesundheit einen ganz zentralen Aspekt des Wettbewerbes dar. „Integrierte work-life-balance-Konzepte beinhalten nicht nur bedarfsspezifisch ausgestaltete Arbeitszeitmodelle, eine angepasste Arbeitsorganisation, Modelle zur Flexibilisierung des Arbeitsortes oder moderne Führungsrichtlinien, sondern auch und gerade individuell ausgerichtete gesundheitsförderliche Leistungen für die Beschäftigten. Nur über die Verknüpfung der Arbeitswelt mit dem Privatleben und der Gesundheit werden die Beschäftigten zufriedener und die Unternehmen erfolgreicher agieren“, betont Schröder.

 

Beate Bröcker dankt den Sponsoren, die heute entsprechende Vereinbarungen unterzeichneten für ihr Engagement: „Durch die finanzielle Unterstützung von Stadtsparkasse und IKK gesund plus können wir die drei besten Ideen wiederum mit 2.500 Euro, 1.500 Euro und 1.000 Euro prämieren.“ Insgesamt 6.000 Euro stellen die Sponsoren zur Verfügung – für die Prämierung der besten Ideen und eine Abschlussveranstaltung als Dankeschön an alle Wettbewerbsteilnehmer.

 

Im Vorjahr hatten sich sieben Unternehmen aus Magdeburg am Wettbewerb beteiligt, darunter die Magdeburger Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH, die auch 2007 wieder dabei ist. Sie erhielt 2006 den zweiten Preis für ihre familienfreundlichen Maßnahmen. Das Unternehmen gewährt seinen Mitarbeitern einen zusätzlichen Behördentag zum Grundurlaub und flexible Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitgestaltung. Es hält zudem engen Kontakt zu Mitarbeitern in der Elternzeit und hat ein Paten-Konzept für neue Mitarbeiter entwickelt.

 

Zu den Motiven erklärt Heinz-Jürgen Kampfert, Geschäftsführer der Magdeburger Treuhand: „Beruf, Familie und Gesundheit stellen im Leben eines Menschen die Grundpfeiler dar – wenn wir zwischen diesen Bedürfnissen eine Balance herstellen können, so ist diese Vereinbarkeit ein für alle Seiten erstrebenswertes Ziel.“

 

 

Work-Life-Balance verzahnt Arbeits-

und Privatleben mit gesunder Lebensweise

Beate Bröcker, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit der Landeshauptstadt Magdeburg erläutert zum diesjährigen Wettbewerbsauftakt: „Work-life-balance bedeutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt auch mit gesundheitsförderlichen Inhalten.“

 

Die demografische Entwicklung und eine im internationalen Vergleich niedrige Erwerbsbeteiligung einzelner Bevölkerungsgruppen, der daraus folgende Druck auf die sozialen Systeme und die Herausforderungen der Globalisierung erfordern eine Steigerung der Innovationsfähigkeit und die Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen ist immer stärker auf die Innovationsfähigkeit, Kreativität, Qualifikation, Flexibilität und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Das macht eine verbesserte Abstimmung zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben  erforderlich.

 

Work-life-balance ist deshalb in erster Linie als ein Wirtschaftsthema zu verstehen. Betriebliche work-life-balance-Maßnahmen zielen darauf ab, erfolgreiche Berufsbiographien unter Rücksichtnahme auf private, soziale, kulturelle und gesundheitliche Erfordernisse zu ermöglichen.

 

„Der Gewinn durch work-life-balance resultiert aus Vorteilen für die Unternehmen, für die einzelnen Beschäftigten sowie einem gesamtgesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen. Nicht nur eine verbesserte betriebliche Wettbewerbsposition, sondern auch die Effekte einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, von zusätzlichen Freiräumen für ein ehrenamtliches, politisches oder soziales Engagement sowie einer gesundheitsorientierten Lebensführung strahlen positiv auf die gesamtwirtschaftliche und die gesellschaftliche Entwicklung aus“, betont die Sozialbeigeordnete der Landeshauptstadt Magdeburg.

 

Work-life-balance-Maßnahmen bieten den Unternehmen die Chance, die Produktivität der Beschäftigten zu steigern, indem sie die Arbeitsmotivation erhöhen und Fehlzeiten ebenso wie die Personalfluktuation verringern. Die Identifikation der Belegschaft mit dem Unternehmen wird gestärkt, die Kundenorientierung verbessert, Verlusten im Bereich der qualifizierten Fachkräfte vorgebeugt. Die Personalrekrutierung wird durch  positive Imageeffekte erleichtert. Außerdem erhöht sich die Akzeptanz des Unternehmens in der Öffentlichkeit.

 

Ein ganz zentraler Aspekt ist die Balance von Familie und Beruf. Integrierte work-life-balance-Konzepte beinhalten bedarfsspezifisch ausgestaltete Arbeitszeitmodelle, eine angepasste Arbeitsorganisation, Modelle zur Flexibilisierung des Arbeitsortes, Führungsrichtlinien sowie weitere unterstützende und gesundheitspräventive Leistungen für die Beschäftigten. Mit ihrem betrieblichen und personalpolitischen Handeln leisten die Unternehmen selbst einen aktiven Beitrag zur Gestaltung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

 

 

Wettbewerbsunterlagen jetzt einreichen

 

Die Wettbewerbsbeiträge von Unternehmen mit Sitz in Magdeburg können formlos bis zum 30.10.2007 (Poststempel) eingereicht werden bei der

 

Landeshauptstadt Magdeburg

Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit

Stabsstelle Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung

Wilhelm – Höpfner - Ring 4

39 116 Magdeburg

 

Folgende Angaben des Unternehmens sind erforderlich:

-         Anschrift

-         Ansprechpartner/-in

-         Tel./ Fax/E-Mail

-         Kurzbeschreibung des Unternehmens (max. ½ Seite)

-         Beschreibung der Umsetzung der work-life-balance-Maßnahme/des Projektes (empfohlener Umfang 3 Seiten)

 

Interessenten sollten sich bei der Formulierung ihres Wettbewerbsbeitrages an folgenden Fragen orientieren:

-         Welches Ziel zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Ihrem Unternehmen verfolgen Sie? 

-         Wen unterstützen Sie dabei - und wie?

-         In welcher Hinsicht verspricht der Ansatz eine nachhaltige Wirkung für  Beschäftigte und Unternehmen?

-         Hatten Sie Vorbilder für Ihren Ansatz?

-         Wie “funktioniert” die Maßnahme/das Projekt?

-         Wie sehen die einzelnen Realisierungsschritte aus?

-         Wie finanziert sich die Maßnahme/das Projekt?

-         Ist die Maßnahme/das Projekt für die Beschäftigen kostenfrei bzw. was kostet sie?

-         Welche Grundausstattung wird benötigt?

-         Wer profitiert direkt oder indirekt von der Maßnahme/dem Projekt?

-         Wie sieht die langfristige Vision für Ihre Maßnahme/ Ihr Projekt aus?

  

 

 

Ansprechpartner für Rückfragen zum Wettbewerb

Dr. Ingo Gottschalk

Landeshauptstadt Magdeburg

Stabsstelle Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung

Tel.: 540 3104/Fax: 540 3243

Email: ingo.gottschalk@jsgp.magdeburg.de



[Zurück]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de