Bocholt, 08. August 2007
Einwohnerentwicklung: Sterbefallüberschuss und Wanderungsverluste
Bocholt nach 2003 erstmalig wieder mit mehr Sterbefällen als Geburten
Bocholt (pd).
Im Mai hatte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) bereits die aktuellen Bevölkerungszahlen zum Stand 31.12.2006 mitgeteilt. Danach hat Bocholt mit 73.640 Einwohnern (Hauptwohnung) 150 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
Jetzt sind auch die Gründe für den Rückgang bekannt. "Wir haben bei 700 Sterbefällen und gleichzeitig 'nur' 630 Geburten", erläutert Klaus Kaiser, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung "Erstmalig nach 2003 (-38) haben wird wieder einen so genannten Sterbefallüberschuss." Die Geburtenzahl steht auf einem historischen Tiefpunkt. Konnten z.B. im Jahre 1991 noch 961 Geburten gezählt werden, so waren es in 2005 nur noch 632 und im Jahre 2006 sogar noch zwei Geburten weniger.
"Zum Sterbefallüberschuss kommen dann auch noch Wanderungsverluste, die zum Bevölkerungsrückgang geführt haben", berichtet Kaiser weiter. "Allerdings gehe ich davon aus, dass aufgrund der weiter steigenden Zahl von Beschäftigten in Zukunft wieder Wanderungsgewinne auftreten", so der städtische Wirtschaftsförderer, davon gehe auch die Bevölkerungsprognose bis 2015 aus.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, Klaus Kaiser, 0 28 71 95 33 23, E-Mail: kkaiser@mail.bocholt.de