10. August 2007
Kreis Viersen
Rund 30 Feuerwehrleute aus Willich (Neersen) und Viersen waren im Einsatz und versuchten, die Schafe zu retten. Insgesamt bestand die Schafherde aus rund 100 Tieren, die meisten befanden sich aber nicht im Hochwasserbereich der Weide. Zur Eigensicherung mussten sich die Retter zunächst anleinen. Danach zogen die Feuerwehrleute die Schafe aus dem Morast. Zehn Tiere konnten auf diese Weise in Sicherheit gebracht werden. Für 35 Tiere, die ebenfalls im Morast gestanden haben, kam jede Hilfe zu spät.
Schon in der Nacht zum Freitag musste Kreisbrandmeister Klaus Riedel die Koordinierungsgruppe des Krisenstabes des Kreises Viersen wegen der drohenden Hochwassersituation an der Niers zusammen rufen. Riedel war durch die Berufsfeuerwehr Mönchengladbach informiert worden, da dort der Fluss erhebliche Wassermassen führte. Am Nierssee im Bereich der Cloerbrucher Allee drohte die Niers über die Ufer und Dämme zu treten. Bedroht waren eine Wohnsiedlung und eine Trafostation. Im Bereich der Trafostation wurde das Wasser vorsorglich von der Besatzung eines Löschfahrzeuges abgepumpt, teilte Hans-Georg Strompen, stellvertretender Leiter des Amtes für Ordnung und Verkehr des Kreises Viersen und Mitglied der Koordinierungsgruppe mit.
Der Beraterstab bestand in der Nacht aus Mitarbeitern der Kreisfeuerwehr, Kreispolizeibehörde Viersen, der Stadtverwaltung Willich und des Niersverbandes. Die Bewohner gefährdeter Einzelgehöfte in Grefrath und Viersen-Süchteln wurden vorsorglich über die Situation informiert. Niemand musste evakuiert werden.
Insgesamt verzeichnete die Kreisleitstelle Viersen 42 Notrufe aufgrund der extremen Regenfälle. Die Notrufe kamen insbesondere aus den Gemeinden Brüggen und Schwalmtal sowie der Städte Tönisvorst, Viersen und Willich. Allerdings musste nur in einem Fall ein Keller in Tönisvorst ausgepumpt worden.
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