17. August 2007. Als irreführend hat am Freitag Stadtbaurat Norbert Witte die Darstellung in der HNA bezeichnet, es gebe unvereinbare Positionen in Sachen dez-Abbieger zwischen dem Land Hessen, vertreten durch das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Kassel, und der Stadt Kassel. Richtig sei, dass das ASV die Rückstauproblematik auf der Autobahn A 49 problematisiert und auf eine nachhaltige Lösung insbesondere der sogenannten Verflechtungsstrecke in den Abfahrtsrampen dränge. Die in der Baulast der Stadt befindliche Einmündung B 3/Credestraße sei Ursache für die Rückstaus zu den Verkehrsspitzen. Der Leiter des ASV, Werner Gautsch, habe der Stadt gegenüber bestätigt, dass die von seiner Behörde vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten als Anregung und keinesfalls als Vorgabe zu sehen seien. Allerdings bestehe Ergänzungsbedarf bei der Untersuchung der verkehrlichen Wirkungen der geplanten Multifunktionshalle. Hierbei müssten auch die Prognosebelastungen der A 49- und A 44-Projekte für den Horizont 2020 stärker Berücksichtung finden.
Die Stadt werde diese Verkehrsuntersuchung in enger Abstimmung mit dem ASV vornehmen, kündigte Witte an, um fundierte Bewertungen der zukünftigen Verkehrsabwicklung zu erhalten. In einem zweiten Schritt werde entschieden, ob und welche baulichen Ergänzungen sinnvoll seien und vertiefend untersucht würden. Er sei sich jedenfalls mit dem Chef des ASV, Werner Gautsch, einig, dass der beabsichtigte Verfahrensweg am Ende zu einer sachgerechten und für alle beteiligten Behörden dauerhaft tragfähigen Lösung führen werde. Die Stadt und das Land strebten den Abschluss einer Vereinbarung an, in der die Planungsziele festgelegt würden. Hierbei würden Aspekte wie Verkehrsqualität, Verkehrsablauf und Rückstaulängen behandelt. In einer ersten Sitzung am kommenden Montag werde hierbei das Regierungspräsidium Kassel die Moderation übernehmen.
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