23. August 2007. Das Stadtmuseum Kassel lädt ein zur Eröffnung der Plakatausstellung „100 Jahre Deutscher Werkbund – Geschichte und Gegenwart“ am Freitag, 31. August, 18 Uhr im Vortragssaal des Stadtmuseums, Ständeplatz 16. Begrüßt werden die Gäste von Bürgermeister Thomas Erik Junge, Museumsleiterin Dr. Cornelia Dörr, Barbara Ettinger-Brinkmann, Vorstand des Kasseler Architekturzentrums (KAZ) und Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen sowie von Ulf Kilian, 1. Vorsitzender des Deutschen Werkbundes (DWB) Hessen.
Eröffnet wird die Ausstellung durch Martina Voegtler, Grafikdesignerin des DWB. Juliane Gallo, Kunsthistorikerin aus Kassel, spricht zu Kassel als Stadt der Künste und der documenta. Die Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum ist Teil eines Festaktes mit Empfang für Mitglieder des Werkbundes aus Hessen und anderen Bundesländern. Kulturschaffende und Interessierte aus Kassel sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des renommierten Deutschen Werkbundes in diesem Jahr wurde vom DWB Hessen ein Plakatwettbewerb zum Jubiläum unter den Mitgliedern ausgeschrieben. Es wurden Arbeiten von Gestaltern aus mehreren Landesbünden sowie dem Schweizerischen Werkbund eingereicht. Die Ausstellung der eingereichten Entwürfe wurde im Werkbundforum in Frankfurt/M eröffnet. Kassel ist die erste weitere Station der Wanderausstellung, in der noch weitere Plakatentwürfe, insgesamt 28 Stück, gezeigt werden.
Der Deutsche Werkbund wurde 1907 in München von Architekten, bildenden Künstlern, Unternehmern und Politikern gegründet und wurde bald zu einer der wichtigsten kulturellen Institutionen Deutschlands. Von der Unterbrechung in der NS-Zeit abgesehen, war er während des 20. Jahrhunderts eine maßgebliche Instanz zur Durchsetzung und Verbreitung technischer Neuerungen, sozialer Wertorientierungen und ästhetischer Normen. Zur Gründergeneration gehörten so maßgebliche Architekten wie Hermann Muthesius und Theodor Fischer, die beide durch bedeutsame Bauten (Paracelsus-Elena-Klinik, Landesmuseum) auch Spuren in Kassel hinterlassen haben. Die Bauhaus-Bewegung und die „neue Sachlichkeit“ in der Architektur sind ohne den DWB schwer denkbar. Seit Ende der 50er Jahre sind Stadt- und Landschaftsentwicklung weitere Themen, denen sich der DWB bis heute stellt.
Die Ausstellung ist im Stadtmuseum Kassel vom 31. August bis zum 30. September zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von 10 bis 20 Uhr und jeden zweiten Mittwoch im Monat bis 22 Uhr.
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