OB-Hilgen: HBM-Halle kommt nicht

23. August 2007. Die von der Firma HBM geplante Multifunktionshalle auf den Kasseler Giesewiesen wird dort nicht verwirklicht. Wie Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Donnerstag im städtischen Pressedienst mitteilte, sei er gemeinsam mit Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel und Stadtbaurat Norbert Witte zu dem Schluss gekommen, dass die Halle aufgrund der nachgeschobenen Forderungen der Firma HBM an die Stadt nicht auf den Giesewiesen von dem Unternehmen errichtet werden könne. Darüber werde er, so Hilgen weiter, auch einen Beschluss des Magistrats herbeiführen und die in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen unterrichten.

Die Firma HBM habe jetzt nämlich als Voraussetzung für die Finanzierung des Projektes gewünscht, dass die Stadt letztlich mit in das Betreiberrisiko einsteige, teilte der OB weiter mit. Dem stehe allerdings der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung entgegen, nicht mehr als 11,5 Millionen Euro städtischen Geldes für das Projekt bereitzustellen und sich nicht am Risiko des Betriebs zu beteiligen. Auch seien diese HBM-Forderungen nicht durch das Ausschreibungsverfahren, das die Stadt in Sachen Multifunktionshalle in Gang gesetzt hatte, gedeckt. Oberbürgermeister Hilgen bedauerte im städtischen Pressedienst diese Entwicklung.

Die Stadt wolle nach wie vor eine Multifunktionshalle, unterstrich Hilgen. Das bedeute auch, dass man bei einem Vorhaben mit der Dimension eines millionenschweren Großprojektes alle Fragestellungen Schritt für Schritt abarbeite. Dies müsse man dann auch seinem Verhandlungspartner zugestehen. Immerhin handele es sich bei der Multifunktionshalle um ein Projekt für die gesamte Region Nordhessen, bei dem komplizierte und komplexe rechtliche und finanzielle Fragestellungen zu verhandeln und zu klären seien. Die Verhandlungen mit HBM habe die Stadt – wie in anderen Fällen auch – mit der gebotenen Sorgfalt geführt. Dabei sei auch wichtig, dass die Stadt als seriöser Gesprächspartner die Verhandlungen unabhängig vom Ergebnis für beide Seiten akzeptabel zu Ende führe.

Der OB kündigte an, nun mit der Firma Rosco Gespräche aufzunehmen, um auszuloten, unter welchen Bedingungen der Bau einer Multifunktionshalle auf dem Salzmanngelände im Kasseler Osten möglich sei. Klar sei aber auch hier, dass die Stadt nicht über die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Rahmenbedingungen zum Bau der Multifunktionshalle hinausgehen könne.

Hilgen nutzte die Gelegenheit, Baudezernent Norbert Witte und seiner Mannschaft in der Bauverwaltung für ihre kompetente und engagierte Arbeit der vergangenen Monate in Sachen Multifunktionshalle zu danken. Was die Stadt habe machen können, um das Projekt Multifunktionshalle in den Giesewiesen zu realisieren, habe sie getan. „Die Stadt hat ihre Hausaufgaben zügig erledigt“, meinte der OB. Dass eine tragfähige Finanzierung des Projektes nicht möglich sei, liege nicht in ihrer Verantwortung, sondern in der des Investors.

Informationen exklusiv auf den städtischen Internetseiten unter http://www.stadt-kassel.de/cms01/aktuelles/meldungen/10174/index.html

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