„Neuer Pathologie-Chefarzt anerkannte Kapazität“

29. August 2007. Kritik an der Berufung des Grazer Professors Gerhard Franz Walter zum Chef des Instituts für Pathologie im Klinikum hat Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg als nicht gerechtfertigt zurückgewiesen. Man müsse den Eindruck gewinnen, den Kritikern gehe es mehr um persönliche Interessen als um das Klinikum selbst. Mit Prof. Walter sei es dem Klinikum gelungen, eine anerkannte Kapazität in Pathologie und Medizinmanagement nach Kassel zu holen. Prof. Walter habe sich dem Aufsichtsrat persönlich vorgestellt und dort einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, so dass sich das Gremium einmütig für die Bestellung des Mediziners zum Chefarzt der Pathologie ausgesprochen habe, erläuterte Schweinsberg weiter „Prof. Walter hat fachlich wie persönlich einen überzeugenden Eindruck gemacht.“

Die Befähigung Prof. Walters zum Chefarzt der Pathologie stehe außer Frage. Prof. Walter habe sich in Pathologie und Neuropathologie habilitiert und sei seit vier Jahren Rektor der Medizinischen Universität Graz und zuvor Leiter des Instituts für Neuropathologie an der Medizinischen Hochschule in Hannover gewesen. Es sei natürlich selbstverständlich, dass kein Mediziner alle Teilgebiete seines Faches gleich gut abdecke. Deshalb sei auch vorgesehen, am Institut für Pathologie eine zweite Chefarztstelle zu besetzen, führte der Pressesprecher weiter aus. So seien in der inneren Medizin und der Chirurgie bereits heute jeweils vier Stellen mit Chefärzten besetzt. Im Übrigen besitze Prof. Walter die Voraussetzungen für die Erteilung einer Weiterbildungsermächtigung.

Kritik aus Teilen der Ärzteschaft, nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen worden zu sein, wies der städtische Pressesprecher zurück. „Für die Beschlussfassung im Aufsichtsrat ist eine Beteiligung der Chefärzte nicht vorgesehen.“

Zu der Kritik an der Bezahlung der Oberärzte am Klinikum erklärte der Stadtsprecher, am Klinikum werde – wie an anderen bundesdeutschen Krankenhäusern auch - nur der Tarifvertrag umgesetzt, der mit dem Marburger Bund ausgehandelt worden sei.

Zu den Arbeitsgerichtsverfahren: Bei fast 5000 Beschäftigten gebe es derzeit gerade ein Arbeitsgerichtsverfahren, teilte Schweinsberg mit. „Sicherlich kein Zeichen von schlechtem Arbeitsklima!“

Zum Thema Kreiskrankenhäuser erklärte der Stadtsprecher: „Da ist man auf einem guten Weg!“ Derzeit werde für alle der Gesundheit Nordhessen Holding angegliederten Kliniken das im Jahr 2006 vorgelegte Konzept weiterentwickelt. Im Übrigen hätten die Kreiskliniken in den vergangenen Monaten eine erfreuliche Entwicklung genommen und die wirtschaftlichen Ergebnisse seien mittlerweile deutlich über Plan.

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