Erste Fälle von Blauzungenkrankheit im Stadtgebiet

05. September 2007. Drei Schafe einer im Bereich der Fuldaauen gehaltenen Herde sind an Blauzungenkrankheit erkrankt. Nach Auskunft des Amtstierarztes Dr. Hans-Dieter Rietze waren die Tiere hochgradig geschwächt und die Umgebung der Lippen war auffällig geschwollen. Die Schafe verweigerten auf Grund starker Schmerzen in der Maulhöhle die Futter- und Wasseraufnahme. Bei einem Schaf konnten an den Lippen am Übergang von der behaarten Haut zur Mundhöhlenschleimhaut kleine oberflächliche Läsionen festgestellt werden. Ein anderes Schaf wies einzelne etwa linsengroße eitrige Pusteln an Euter und Zitzen auf. Die Fieberphase war bereits abgeklungen, so dass keine auffällige Erhöhung der Körpertemperatur gemessen werden konnte.

Die durch Gnitzen, einer kleinen Mückenart, übertragene Krankheit breitet sich zur Zeit dramatisch in Deutschland aus und verursacht teilweise erheblich Tierverluste in betroffenen Rinder- und Schafhaltungen. Empfänglich sind alle Wiederkäuer einschließlich der Wildwiederkäuer und alle Kameliden.

Tierhalter sind verpflichtet, den Verdacht auf Vorliegen der Blauzungenkrankheit unverzüglich dem Veterinärdienst der Stadt Kassel oder dem beamteten Tierarzt anzuzeigen und verendete empfängliche Tiere zu melden. Das Verbringen empfänglicher Tiere aus dem Stadtgebiet ist nur mit Genehmigung des Veterinärdienstes zulässig.

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