Liebenswerte „Kata-strophen“ - 50 Besucher bei Lesung von Dr. Andreas Keller in der Stadtbibliothek

07. September 2007. Mit Ironie und Mutterwitz präsentierte sich Buchautor und Liedermacher Dr. Andreas Keller bei seiner Lesung mit Liedern und hintergründigen Plaudereien am Dienstag in der Zentrale der Stadtbibliothek im Rathaus. In seinem Buch „Meine Kata-strophen“ geht es in humorvollen Prosatexten, Gedichten und Essays um das Thema Integration und die schwierige Aufgabe, in zwei Kulturen und in zwei Sprachen zu Hause sein.

Keller, 1963 in Russland geboren, kam als Spätaussiedler nach Deutschland und begann 1996, in russischer und in deutscher Sprache Gedichte und Prosa zu schreiben und zu veröffentlichen.

Rund die Hälfte der rund 50 Besucherinnen und Besucher waren selbst Deutsche aus Russland. Nach Liedern und Lesung wurde noch eine Reihe Fragen an den Autor gestellt. Außerdem wurde die Gelegenheit genutzt, sich das Buch signieren zu lassen.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Hessen statt, die durch den Landesvorsitzenden Johann Thießen und die stellvertretende Landesvorsitzende Svetlana Paschenko vertreten war. Keller selbst gehört dem Bundesvorstand der Landsmannschaft an.

Hintergrund
Rund 30 Prozent der Leserinnen und Leser der Stadtbibliothek Kassel sind Migrantinnen und Migranten in erster oder zweiter Generation. Viele Zuwanderer, darunter zahlreiche Aussiedler aus Russland, nutzen diesen offenen und individuell erschließbaren Bildungszugang. Öffentliche Bibliotheken sind ein wichtiger Faktor für die Integration.

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