Baustart für letztes Teilstück/OB Dr. Lutz Trümper:"Künftige Ortsumgehung entlastet Stadtteil und steigert die Lebensqualität in Ottersleben"
Mit dem symbolischen 1. Spatenstich haben Magdeburgs Oberbürger-meister Dr. Lutz Trümper und Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute den Startschuss für den letzte Bauabschnitt der Ortsumgehung Ottersleben gegeben. In den Bau der neuen Straße zwischen Hohendodeleber Chaussee und Diesdorfer Graseweg werden rund 1,6 Mio. Euro investiert. Die Freigabe ist für Juni 2008 geplant.
"Mit der Ortsumgehung schaffen wir eine leistungsfähige Straße, die Ottersleben vom Durchgangsverkehr dauerhaft entlastet", unterstreicht Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Bedeutung des Bauvorhabens. "Dadurch verringern sich auch Lärm und Abgase, was zu einer spürbaren Steigerung der Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil beiträgt."
Zu den wesentlichen Bauleistungen des letzten Teilstücks der Ortsumgehung gehört nicht nur die sechs Meter breite Fahrbahn mit zwei Fahrspuren und zwei Randstreifen. "Auch ein rund 600 Meter langer Lärmschutzwall, der Anschluss von Grundstückszufahrten und des Ottersleber Weges, die Zufahrt zur Kleingartensparte 'Flora 19' sowie Ausgleichspflanzungen und Straßenbegleitgrün sind Teil der Baumaßnahmen", betont der Oberbürgermeister.
Der Anschluss der künftigen Umgehungsstraße an die Hohendodeleber Chaussee wurde bereits vor vier Jahren als Kreisverkehr gebaut. Basis für die Anbindung an den Diesdorfer Graseweg ist ebenfalls ein Kreisverkehr. Die rund zwei Kilometer lange Strecke ist der sechste und damit letzte Teilabschnitt der Ortsumgehung Ottersleben. Zu den bereits beendeten Teilstücken gehören:
- der Abschnitt zwischen der verlängerten Königsstraße und der Hohendodeleber Chaussee (Fertigstellung 1995),
- die Verbindung von der verlängerten Königsstraße zur Wanzleber Chaussee (1997),
- der Kreisverkehr Wanzleber Chaussee (1998),
- der Teilabschnitt zwischen der der Wanzleber Chaussee und der Halberstädter Chaussee (1998)
- sowie der Kreisverkehr an der Hohendodeleber Chaussee (2003).
Die Kosten für den letzten Bauabschnitt betragen rund 1,6 Mio. Euro. 75 Prozent der Summe sind Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt. Die Gesamtkosten für die Ortsumgehung Ottersleben – einschließlich der bereits fertig gestellten Teilabschnitte – beziffern sich auf etwa 4,2 Mio. Euro.
Vor den Bauarbeiten hatte die Stadtverwaltung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens auch eine Umweltverträglichkeitsstudie und ein Lärmschutzgutachten erstellen und dabei mögliche Beeinträchtigungen von Mensch und Natur untersuchen lassen. Die Ergebnisse der Studien werden bei den Bauarbeiten umgesetzt. Dazu gehören zum Beispiel der Lärmschutzwall sowie Ersatzpflanzungen mit Bäumen und Sträuchern. Auch die Quelle der Klinke wird mit landschaftspflegerischen Maßnahmen und einer Streuobstwiese aufgewertet.
Die Freigabe des Teilstücks und damit der kompletten Ortsumgehung Ottersleben ist für Juni 2008 geplant.
Hintergrundinformationen Durch das hohe Verkehrsaufkommen in Ottersleben sind die Anwohner teilweise starken Lärm- und Schadstoffbelastungen ausgesetzt. Ursache ist vor allem der regionale Verkehr, der zum größten Teil über die Halberstädter Chaussee und die Niendorfer Straße verläuft. Durch den direkten Anschluss an die Autobahn 14 hat der Verkehr in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Das Stadtplanungsamt prognostiziert für Ottersleben im Jahr 2010 ein Verkehrsaufkommen von 8.500 Fahrzeugen pro Tag. Durch die künftige Ortsumgehung werden der Durchgangsverkehr verlagert und die Hauptstraßen im Ort spürbar entlastet.
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