„Ein positives Signal für Nordhessen!“ - Kassels OB Hilgen zum Finanzierungskonzept für die Transrapid-Anwendungsstrecke München

25. September 2007. Als ein „positives Signal für Kassel“ hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen die heute verkündete Einigung zwischen der bayerischen Landesregierung, der Deutschen Bahn und den Vertretern des Industriekonsortiums zur Finanzierung der Transrapid-Anwendungstrecke vom Münchner Hauptbahnhof zum etwa 40 Kilometer entfernten Flughafen bezeichnet. „Mit der jetzt unterzeichneten Realisierungsvereinbarung durch die Beteiligten ist ein großer Schritt getan. Wird diese Transrapidstrecke gebaut, bedeutet dies auch eine Stabilisierung der Arbeitsplätze in der Produktion und des Produktionsstandortes Kassel.“ Alle Bundesregierungen der letzten 15 Jahre hätten sich zu einer Anwendungsstrecke in Deutschland bekannt, dennoch sei es ein langer Entscheidungsprozess gewesen, bei dem sich Politik- und Wirtschaftsvertreter aus Nordhessen zäh und mit langem Atem für deren Bau eingesetzt hätten. OB Hilgen dankte in diesem Zusammenhang den Kasseler Bundestagsabgeordneten, allen voran dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Arbeitskreises Transrapid, Bundesfinanzminister a. D. Hans Eichel. Bereits im Vorfeld der jetzt unterzeichneten Vereinbarung hatte der Parlamentarische Gesprächskreis geäußert, dass die Finanzierung der Transrapid-Technologie lösbar sei, wenn alle Beteiligten den Transrapid wollen. „Außer Zweifel steht, dass die Münchener Strecke verkehrs- wie industriepolitisch für Deutschland von großer Bedeutung ist“, sagte Hilgen. Die Transrapid-Technologie sei ein Beispiel für deutschen Erfindergeist, daher werde die Referenzstrecke aus industriepolitischen Perspektiven unbedingt gebraucht, um die Magnetschwebebahn international vermarkten zu können und nicht anderen Volkswirtschaften den Markterfolg zu überlassen. Bisher gab es nur eine etwa 30 Kilometer lange Transrapidstrecke zum Flughafen in Shanghai in China.

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