Grenzenloser Konsum als Bürgerrecht?
Podiumsgespräch im EineWeltHaus
Magdeburg.
Im Rahmen der Lokalen Agenda und der diesjährigen Partnerschaft der Landeshauptstadt Magdeburg mit der Deutschen Welthungerhilfe findet am 17. Oktober um 19:00 Uhr im EineWeltHaus ein Podiumsgespräch zum Thema „Grenzenloser Konsum als Bürgerrecht?“ statt. Die Veranstaltung wird vom städtischen Umweltamt und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt präsentiert und reiht sich ein in die Aktionen anlässlich der Woche der Welthungerhilfe.
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Bürger herzlich eingeladen.
Podiumsteilnehmer sind:
- Waltraud Giele, IHK, Magdeburg, Bereich Handel
- Dirk Werner, BioHöfeGemeinschaft Sachsen-Anhalt e.V., Vorstandsmitglied
- Dr. Thomas Lange, Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt, Geschäftsführer
- Christa Bergmann, Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt
- Prof. Dr. Roland Roth, Fachhochschule Magdeburg, Bereich Sozialwesen
- Holger Platz, Landeshauptstadt Magdeburg, Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung
Auch außerhalb des Podiumsgespräches erhalten Besucher Informationen zum Thema. So werden „Fair gehandelte Produkte“ vom EineWeltLaden vorgestellt und angeboten. Außerdem informiert die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt über Anbieter biologisch produzierter, fair gehandelter und regionaler Produkte.
Hintergrund
Die Biobranche boomt. Auch Discounter sind ins Biogeschäft eingestiegen. Aufgrund der Nachfrage reicht das heimische Angebot von Obst und Gemüse nicht aus. Ergänzungslieferungen kommen inzwischen auch aus Ägypten, Israel, Marokko, Argentinien und Südafrika. Ob dies mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zu verbinden ist, soll diskutiert werden.
Lamm aus Neuseeland, italienische Kartoffeln, Tomaten aus Teneriffa, Äpfel aus Argentinien, Wein aus Südafrika - da kommen schnell Tausende Kilometer Transportwege zusammen. Für den Transport aus der Region dagegen wesentlich weniger. Im Ausland wird billiger produziert, die LKW-Fahrten sind subventioniert. Andererseits werden einheimische Produkte vom Verbraucher wegen der Frische und dem Geschmack zunehmend geschätzt. Auch enthält heimisches Obst und Gemüse oftmals weniger Pestizidrückstände.
Durch den fairen Handel sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessert werden. Über 65 % der Produkte stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Neben Kaffee, Tee, Orangensaft, Honig, Backwaren, Bananen werden Schokolade und andere Süßwaren angeboten. Stabile Preise über dem Weltmarktniveau sind für die Kleinbauern überlebenswichtig.
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