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documenta-Stadt Kassel

10. Todestag von Dr. Karl Branner - OB Hilgen würdigt den herausragenden Politiker

16. Oktober 2007. „Karl Branner hat sich um die Weiterentwicklung der Stadt Kassel besondere Verdienste erworben“, erklärte Oberbürgermeister Bertram Hilgen anlässlich des 10. Todestages des Kasseler Alt-Oberbürgermeisters und Ehrenbürgers am 17. Oktober. Hilgen würdigte damit den früheren OB, der von 1963 bis 1975 Stadtoberhaupt war. Aus Anlass und zum Gedenken des 10. Todestages legt OB Hilgen am Mittwoch, 17. Oktober, 12.30 Uhr, einen Kranz am Ehrengrab Karl Branners auf dem Hauptfriedhof nieder.

Dr. Karl Branner sei von den Kasseler Bürgerinnen und Bürgern nicht nur als herausragender Politiker geschätzt worden, sondern vor allem auch als außergewöhnlicher Mensch. „Karl Branner hat die Sorgen und Nöte der Menschen immer ernst genommen, die Nähe zur Bevölkerung war ihm wichtig. Man nahm ihm ab, einer von ihnen zu sein. Das erklärt auch seine Popularität und sein Ansehen, das er bis heute unter den Kasseler Bürgern, aber auch über die Grenzen unserer Stadt hinaus genießt“, so OB Hilgen.

Zu den vielen Akzenten, die Karl Branner während seiner Amtszeit setzte, zähle neben der wirtschaftlichen Konsolidierung sowie der Verbesserung der sozialen und verkehrspolitischen Infrastruktur Kassels vor allem seine Initiative zur Gründung der damaligen Gesamthochschule und heutigen Universität Kassel. „Die Entscheidung für die Gründung der Universität war strukturpolitisch die wichtigste Entscheidung der letzten 60 Jahre in Kassel. Wir sind heute Wissenschaftsstadt und profitieren in den verschiedensten Bereichen nachhaltig von den Impulsen der Uni - Dank des maßgeblichen Einsatzes von Karl Branner!“, so OB Hilgen weiter.

Auch nach seiner Zeit als OB engagierte sich Karl Branner - der mit Liebeserklärungen an seine Heimatstadt Kassel nie sparte - in den unterschiedlichsten Bereichen und begleitete eine Vielzahl von Ehrenämtern. Auch im Ruhestand seien ihm das Wohl und Ansehen Kassels ein persönliches Anliegen gewesen. Der Name Karl Branners werde immer in der Geschichte unserer Stadt Kassel fortleben, sagte Hilgen abschließend.

Rückblick:
Dr. Karl Branner wurde am 11. September 1910 als Sohn eines Bäckermeisters in der Kasseler Unterneustadt geboren. Nach dem Abitur an der Goetheschule studierte er in Göttingen Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Soziologie. Das Studium schloss er 1933 mit einem Diplom in Volkswirtschaft ab, 1937 folgte die Promotion zum Dr. rer. pol. Ab 1939 war Karl Branner als Soldat im Zweiten Weltkrieg, daran schloss sich eine Kriegsgefangenschaft bis 1949 an.

Nach seiner Rückkehr nach Kassel im selben Jahr begann Branner damit, sich für Politik zu interessieren. 1952 wurde er Stadtverordneter für die SPD im Kasseler Rathaus. Zwischen 1954 und 1957 war er hauptamtlicher Beigeordneter für Wirtschaft und Verkehr, in den Jahren 1957 bis 1963 dann Bürgermeister. 1963 wurde Branner als Nachfolger Lauritz Lauritzens zum Oberbürgermeister Kassels gewählt, dieses Amt hatte er bis 1975 inne.

Karl Branner erfuhr in seinem Leben eine Menge Auszeichnungen: Bundesverdienstkreuz, Verdienstorden, Auszeichnungen des Landes, Ehrensenator der Universität Kassel, Ehrenoberbürgermeister. Besonders stolz war er auf die Ernennung zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Kassel.

Am 17. Oktober 1997 verstarb Dr. Karl Branner im Alter von 87 Jahren in einem Kasseler Krankenhaus.



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