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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 25.10.2007


“E-Pass” der zweiten Generation ab November - Alte Reisepässe bleiben gültig

Iserlohn. Ab 1. November wird er zur Pflicht: Der so genannte “E-Pass” der zweiten Generation. Mit zusätzlichen biometrischen Daten soll er künftig unter anderem Fälschern das Leben schwer machen.

Bereits seit zwei Jahren gibt es in Deutschland den elektronischen Reisepass (E-Pass), also den Reisepass mit Chip. Bislang enthält der Chip Daten wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Seriennummer des Passes, ausstellender Staat, Dokumententyp und Gültigkeitsdatum. Einzige biometrische Datei war bislang das im Chip zusätzlich gespeicherte Passfoto.
Beim neuen “E-Pass” kommen zwei sehr “persönliche Angaben” hinzu: Ab 1. November werden beim Beantragen eines Reisepasses zwei Fingerabdrücke mit speziellen Scannern aufgenommen. Stempelfarbe oder andere Hilfsmittel sind nicht notwendig. Die Finger werden dreimal hintereinander gescannt. Aus diesen Aufnahmen wählt das Computerprogramm den besten Abdruck, der schließlich im Chip gespeichert wird. In der Regel werden die Abdrücke der beiden Zeigefinger genommen. Sollte dies nicht möglich sein, werden Daumen, Mittel- oder Ringfinger erfasst. Wer die Fingerabdrücke nicht abgibt, bekommt keinen Reisepass!
Die Fingerabdrücke werden ausschließlich im Chip des “E-Passes” abgespeichert, den der Passinhaber bei sich trägt. Wie bisher werden im Passregister der Stadt Iserlohn nur die Passfotos, nicht aber die Fingerabdrücke, archiviert.

Der neue “E-Pass” kostet wie gehabt 59 Euro und ist zehn Jahre gültig. Alle bisherigen noch nicht abgelaufenen Reisepässe bleiben auch weiterhin gültig. Ein vorzeitiger Umtausch von Dokumenten ist nicht erforderlich. Besitzer des neuen Passes können mit einem speziellen in den Bürgerservice-Stellen im Iserlohner Rathaus oder in Letmathe und Hennen vorhandenen Lesegerät ihre auf dem Chip gespeicherten persönlichen Daten einsehen.

Mit Hilfe der biometrischen Merkmale in den Chips der neuen elektronischen Reisepässe soll die Identitätsprüfung von Reisenden deutlich verbessert werden. Biometrische Verfahren werden inzwischen von zahlreichen Ländern weltweit aus Sicherheitsgründen eingesetzt. Allerdings können nur Staaten, die von Deutschland spezielle Zugriffsberechtigungen erhalten haben, auf die biometrischen Daten in deutschen Reisepässen zugreifen.



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