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Magdeburg, 29. Oktober 2007
Ensemble courage spielt die Musik einer Kosmopolitin
Chaya Czernowin im Gesprächskonzert

Sie ist wahrlich eine Kosmopolitin. Aufgewachsen in Israel lebt Chaya Czernowin in Deutschland, Japan, den USA und Österreich. Ihre musikalische Sprache entwickelte sich entsprechend zu einer ganz eigenen, künstlerischen Stimme von extrem differenzierter Klanglichkeit und fesselnder Expressivität. Sie gehört zu den interessantesten Vertreterinnen der jüngeren Komponistengeneration. Am Europäischen Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau war Chaya Czernowin erster Composer-in-residence. Und nicht erst seitdem sie vor zwei Jahren den begehrten Preis der Ernst von Siemens Stiftung erhielt und sich damit in einer Reihe neben Gidon Kremer, Yehudi Menuhin oder György Ligeti fand, geht der Name der israelisch-amerikanischen Komponistin um die Welt.

Ihre Musik wurde bereits auf über 25 Festivals in aller Welt aufgeführt, darunter beim 20th Century Music Festival in Mexiko, bei Wien Modern, dem Asia Pacific Triennial in Australien und in Huddersfield. Als Composer-in-residence wurde Czernowin 2004 von Festivals in Dresden und Darmstadt und 2006 zu den Salzburger Festspielen eingeladen, für die sie mit einer kompositorischen Ergänzung zu Mozarts Oper „Zaïde“ beauftragt wurde.
Für die Münchener Biennale 2000 schrieb sie die Oper „Pnima...ins innere“. Dieses Werk basiert auf der Erzählung "Momik" von David Grossman und thematisiert auf eindringliche Weise die Last der individuellen Erinnerungen an das Entsetzen des Holocaust und die Schwierigkeit des Gesprächs zwischen den Generationen. Das Werk wurde mit dem Bayerischen Theaterpreis und von der Zeitschrift Opernwelt als "Beste Uraufführung des Jahres" ausgezeichnet.
Seit 1997 ist Chaya Czernowin Professorin für Komposition an der University of California, San Diego. In Stuttgart leitet sie seit 2003 die zweijährig stattfindende Internationale Sommerakademie für junge Komponisten auf Schloss Solitude.

Zu dem vom Musikalischen Kompetenzzentrum Sachsen-Anhalt veranstalteten Gesprächskonzert am Sonnabend, dem 3. November, wird auf ihren persönlichen Wunsch hin neben eigenen Werken auch Musik ihres Lehrers Brian Ferneyhough erklingen. Von ihm steht ein Trittico für Kontrabass solo auf dem Programm, von Czernowin erklingen ein Streichquartett sowie –sextett und zwei Stücke mit elektroakustischen Medien.
Das für zeitgenössische Musik international renommierte ensemble courage aus Dresden wird beeindruckende Interpretationen bieten. Das Ensemble gilt seit zehn Jahren als unverzichtbarer Gestalter der zeitgenössischen Szene.
In Annäherung an die musikalische Welt der Komponistin wird Oliver Schneller – selbst Komponist der jungen Generation - moderierend das Publikum und die anwesende Chaya Czernowin ins Gespräch bringen.   


GESPRÄCHSKONZERT
Chaya Czernowin
Sonnabend, 3. November 2007, 19.00 Uhr
Konzertsaal im Konservatorium "Georg Philipp Telemann" Magdeburg
Veranstalter: MUSIKALISCHES KOMPETENZZENTRUM SACHSEN-ANHALT

Karten sind an der Abendkasse für 8 Euro (erm. 5 Euro) eine Stunde vor Beginn erhältlich. 
(Reservierungen unter Tel.: (0391 / 5 40-68 61).
Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt diese Veranstaltung.

 



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