Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
20.11.2007 | Herten
Schwerpunktthema: Gesetz gegen beharrliche Nachstellung (Stalking)
Der 25. November ist international der Tag gegen Gewalt an Frauen. In über 90 Ländern finden Aktionen dazu statt. In Deutschland werden unter anderem in 800 Städten die gleichen Fahnen gehisst.
Dies sind die Hertener Aktionen im Überblick:
Fahnenhissen am 23.11. um 12 Uhr
In Herten werden am Freitag, 23. November, um 12 Uhr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt aus Herten zusammen mit dem Bürgermeister drei Fahnen hissen, auf denen das Motto „frei leben ohne Gewalt“ in deutscher, englischer und türkischer Sprache zu lesen ist. Auch die Frauengruppen der VIKZ- Moschee am Paschenberg und der Ditib-Moschee in Langenbochum haben ihre Beteiligung zugesagt und werden in diesem Jahr erstmals ebenfalls eine Fahne aushängen.
Infostand vor dem Glashaus am 23.11. um 10 Uhr
Christiane Rohde, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herten, und die Leiterin des Hertener Frauenhauses Petra Altenbernd werden vor dem Glashaus über die Aktion informieren. Zusammen mit den verantwortlichen aus Recklinghausen wurde eine Infobroschüre für Beratende entwickelt, in der alle beteiligten Institutionen vorgestellt werden, die Frauen auf ihrem Weg aus einer Gewaltbeziehung unterstützen können. Außerdem wird ein Infoblatt in Scheckkartengröße vorgestellt, das in Gaststätten, Kneipen und anderen öffentlichen Orten ausgelegt wird und in acht Sprachen Frauen darüber informiert, an welche Stellen sie sich im Notfall wenden können.
Runder Tisch gegen häusliche Gewalt in Herten am 22.11., 10.30 Uhr, im Rathaus
Am Donnerstag, 22. November, trifft sich um 10.30 Uhr im Rathaus der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt“ für Herten. Dort arbeiten die Institutionen aus Herten zusammen, die Frauen aus Gewaltbeziehungen heraus helfen können. Dort werden unter anderem die aktuellen Informationen über Vorfälle von häuslicher Gewalt in Herten vorgestellt.
Schwerpunktthema beim diesjährigen „Runden Tisch“ ist das neue Anti-Stalking-Gesetz. Seit März 2007 wurde das Strafgesetz ergänzt um den Straftatbestand der „beharrlichen Nachstellung“. Damit wird es Betroffenen erleichtert gegen einen Menschen vorzugehen, der ihre Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt indem er ihnen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich ihre Nähe sucht, versucht Kontakt herzustellen über Telefon, eMail oder Dritte. Dazu gehört auch die unerwünschte Bestellung von Waren im Namen des Opfers und selbstverständlich die Androhung von Gewalt gegen das Opfer oder ihm nahe stehende Personen. Auch in Herten hat es seit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes Anzeigen wegen „beharrlicher Nachstellung“ gegeben.
Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366/303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de



