Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 22. November 2007

Arbeitskreis diskutiert Frauenförderplan

Gute Arbeitszeitmodelle bei Stadtverwaltung Bocholt

Bocholt (pd).

Die Mitglieder des Arbeitskreises für Fragen der Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Bocholt diskutierten in ihrer Sitzung am Mittwoch, 21. November 2007, den Entwurf zum 3. Frauenförderplan bei der Stadtverwaltung Bocholt. Gleichzeitig stellte die Verwaltung auch den Abschlussbericht zum 2. Frauenförderplan vor.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Vorsitzende des Arbeitskreises, Gudrun Koppers, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bocholt, Annette Hünting, mit einem Blumenstrauß. Hünting nimmt ab dem 1. November 2007 nunmehr unbefristet die Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte wahr.

Ludger Triphaus, Fachbereichsleiter Zentrale Verwaltung, berichtete den Arbeitskreismitgliedern, dass der Abschlussbericht zum 2. Frauenförderplan mit der Gleichstellungsbeauftragten, der Personalverwaltung sowie dem Personalrat abgestimmt wurde. Gerade im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung hat die Stadtverwaltung Bocholt viel für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan. Fortbildungen speziell für Frauen und die Frauenförderung als integrativer Bestandteil in Fortbildungen für die Führungskräfte haben dazu geführt, dass sich bei den Beamten und Tarifbeschäftigten eine Verbesserung des Frauenanteils bis in den mittleren Einkommensbereich durchgesetzt hat. Leider, so Triphaus, sind Frauen in den höheren Besoldungs- und Tarifgruppen immer noch unterrepräsentiert. Ein Schritt zur Verbesserung des Frauenanteils konnte allerdings bereits durch die verstärkte Einstellung von weiblichen Ausbildungskräften gemacht werden.

Die Verwaltung hat sich außerdem dem Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf angenommen. Mit verschiedensten Teilzeitmodellen, Telearbeitsplätzen sowie Beurlaubungen, so Triphaus, sind insbesondere den Mitarbeiterinnen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung gestellt worden, sich um ihre Kinder oder zu pflegende Angehörige zu kümmern.

Im 3. Frauenförderplan für die Jahre 2007-2009 sind die bewährten Maßnahmen, wie Aus- und Fortbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenfalls wieder berücksichtigt worden. Darüber hinaus sind in diesem Plan die Rechte der Gleichstellungsbeauftragten in den Bereichen Stellenausschreibungen, Vorstellungsgespräche und Auswahlkriterien weiter ausgeführt worden. Einmal jährlich wird eine Überprüfung stattfinden, ob alle Maßnahmen greifen oder noch Entwicklungspotential bei verschiedenen Themen besteht.

In der weiteren Tagesordnung stellte Ludger Triphaus das Personalentwicklungskonzept in der Stadtverwaltung Bocholt vor. Personalentwicklung ist die systematische Gestaltung von Prozessen, die es ermöglichen, in Abstimmung mit dem Verwaltungsbedarf, das Leistungs- und Lernpotential der Beschäftigten zu erkennen, zu erhalten und verwendungs- und entwicklungsbezogen zu fördern. Aus diesem Leitsatz hat die Verwaltung verschiedene Instrumente und Handlungsfelder entwickelt: So finden z. B. seit einigen Jahren Mitarbeitergespräche statt. Außerdem sind verschiedene Arbeitszeitmodelle, Fortbildungsangebote und die Arbeitszeitflexibilisierung einschließlich Telearbeit entwickelt worden. Auch die Führungskräfte der Verwaltung wurden in Leitlinientrainings geschult und stellten sich dem Führungsfeedback. Des weiteren hat sich die Stadt Bocholt bereits frühzeitig mit dem Abschluss einer Dienstvereinbarung der leistungsorientierten Bezahlung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angenommen, die der neue Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TVöD) fordert.

Alle Maßnahmen dienen dazu, so Triphaus, dass hoch qualifiziertes und motiviertes Personal zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bocholt die kommunalen Aufgaben unter Berücksichtigung der Kosten- und Leistungsrechnung wahrnehmen kann.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Zentrale Verwaltung, Petra Taubach (stv. Gleichstellungsbeauftragte), Tel.-Nr. 0 28 71 / 95 33 28, e-mail: ptaubach@mail.bocholt.de