Ideen fürs Gleichgewicht von Beruf, Gesundheit und Privatleben
Stadtverwaltung, IKK und Stadtsparkasse prämieren Wettbewerbssieger
Magdeburg.
Unter dem Motto "work-life-balance" hatten Stadtverwaltung, IKK gesund plus und Stadtsparkasse in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Wettbewerb zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Gesundheit ausgelobt, der sich speziell an kleine und mittelständische Unternehmen wandte. Heute ehrte die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Beate Bröcker, die Gewinner. Sieger wurde das Unternehmen „GASTROFIB“, auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Unternehmen „Magdeburger Treuhand Steuerberatungsgesellschaft GmbH“ und die „GERO AG“.
"Auch wenn wir nur drei besonders gelungene und ausgewogene Konzepte auszeichnen, haben am Ende alle gewonnen", erklärte die Beigeordnete heute anlässlich der Preisvergabe. "Denn von den eingereichten Ideen aller Beteiligten können wir viele zur Nachahmung empfehlen."
Insgesamt hatten sich 14 Unternehmen am Wettbewerb beteiligt und ihre Ideen und Projekte für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie eingereicht:
Sieger wurde das Magdeburger Unternehmen „GASTROFIB“, das die Jury mit seinem Gesamtpaket von Maßnahmen, die zu einer Erhöhung der Motivation führen und die leichtere Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Belangen in den Handlungsfeldern Arbeitszeit – Arbeitsort - Service für Familien ermöglichen, zur Verbesserung der Balance zwischen Beruf, Familie und Gesundheit überzeugt hat. Finanzielle Unterstützungsangebote wie die Übernahme von Aufwendungen zur Tagesbetreuung von Kindern oder die Förderung von Sportaktivitäten runden das überzeugende Maßnahmepaket des Wettbewerbssiegers ab.
Den zweiten Preis erhielt die „Magdeburger Treuhand Steuerberatungsgesellschaft GmbH“. Sie konnte mit ihrem Konzept bei der Jury punkten, da die Mitarbeiter nicht nur in einem Bereich der Lebensführung unterstützt werden. Insbesondere die Einrichtung eines Einzelbüros für Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer mit Kindern, die kurzzeitig speziell betreut werden oder für die Aktivitäten zur individuellen beruflichen Lebenswegplanung unter Berücksichtigung der familiären Bedingungen können hier herausgestellt werden.
Der dritte Platz ging an die „GERO AG“. Beispielhaft kann hier auf die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen, auf betriebsbedingte zinsgünstige Darlehen mit Kinderbonus oder auch die kostenlose Bereitstellung von Getränken für die Beschäftigten verwiesen werden.
Nur zu oft - da waren sich die Jurymitglieder einig - verschwinden gute Ideen und Konzepte wieder in der Schublade, da deren Umsetzung ebenfalls ein beschwerlicher Teil des Weges ist. Den beteiligten 14 Unternehmen aber ist es eindrucksvoll gelungen, ihre Ideen in nachhaltige Maßnahmen umzusetzen.
Die Initiatoren sind sich einig: Im kommenden Jahr gibt es eine Neuauflage des Wettbewerbs „work-life-balance“. "Mit dem in der Landeshauptstadt initiierten Wettbewerb haben wir Projekte für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Magdeburger Unternehmen öffentlich machen können", fasst die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Beate Bröcker das Ergebnis des Wettbewerbs zusammen. "Wir haben dabei viele Unterstützer gefunden, die uns zu einer Neuauflage des Wettbewerbs im nächsten Jahr auffordern, um anhaltend und intensiv zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beizutragen."
Hintergrund
Mit dem Wettbewerb "worf-life-balance" werden Ideen und Projekte gesucht, die die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie unterstützen, die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter fördern oder eine gesunde Lebensweise anregen. Die besten Ideen werden prämiert. Dafür stellen die IKK gesund plus sowie die Stadtsparkasse Magdeburg für die drei Wettbewerbssieger 2.500 EUR, 1.500 EUR und 1.000 EUR zur Verfügung.
Work-life-balance bedeutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt. Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und Sitz in Magdeburg konnten sich an diesem Wettbewerb beteiligen.
Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen ist immer stärker auf die Innovationsfähigkeit, Kreativität, Qualifikation und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Das macht eine verbesserte Abstimmung zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben erforderlich. Work-life-balance ist deshalb in erster Linie als ein Wirtschaftsthema zu verstehen. Betriebliche work-life-balance-Maßnahmen verfolgen das Ziel, erfolgreiche Berufsbiographien unter Rücksichtnahme auf private, soziale, kulturelle und gesundheitliche Erfordernisse zu ermöglichen.
"Der Gewinn durch work-life-balance resultiert aus Vorteilen für die Unternehmen, für die einzelnen Beschäftigten sowie einem gesamtgesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen. Nicht nur eine verbesserte betriebliche Wettbewerbsposition, sondern auch die Effekte einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, von zusätzlichen Freiräumen für ein ehrenamtliches, politisches oder soziales Engagement sowie einer gesundheitsorientierten Lebensführung strahlen positiv auf die gesamtwirtschaftliche und die gesellschaftliche Entwicklung aus", betont die Sozialbeigeordnete der Landeshauptstadt Magdeburg.
Work-life-balance-Maßnahmen bieten den Unternehmen die Chance, die Produktivität der Beschäftigten zu steigern, indem sie die Arbeitsmotivation erhöhen und Fehlzeiten ebenso wie die Personalfluktuation verringern. Die Identifikation der Belegschaft mit dem Unternehmen wird gestärkt, die Kundenorientierung verbessert, Verlusten im Bereich der qualifizierten Fachkräfte vorgebeugt. Die Personalrekrutierung wird durch positive Imageeffekte erleichtert. Außerdem erhöht sich die Akzeptanz des Unternehmens in der Öffentlichkeit.
Ein ganz zentraler Aspekt ist die Balance von Familie und Beruf. Integrierte work-life-balance-Konzepte beinhalten bedarfsspezifisch ausgestaltete Arbeitszeitmodelle, eine angepasste Arbeitsorganisation, Modelle zur Flexibilisierung des Arbeitsortes, Führungsrichtlinien sowie weitere unterstützende und gesundheitspräventive Leistungen für die Beschäftigten. Mit ihrem betrieblichen und personalpolitischen Handeln leisten die Unternehmen selbst einen aktiven Beitrag zur Gestaltung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Zur Jury, die unter den 14 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen die Sieger kürte, gehörten:
- Gabriele Könnecke - Arbeitskreis Magdeburger Unternehmerinnen
- Günther Klaffehn – Landeshauptstadt Magdeburg, Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit
- Siegrun Ziechner - IHK Magdeburg
- Peter Telloke - Kreishandwerkerschaft Magdeburg
- Mark Schneider - Wirtschaftjunioren Magdeburg
- Georg Bandarau - pro Magdeburg e.V.
- Torsten Sauerzweig - Stadtsparkasse Magdeburg
- Dr. Olaf Haase - IKK - gesund plus.
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