Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 12. Dezember 2007
Sonne hat Zukunft - Landeshauptstadt schließt sich der Kampagne SolarLokal an
Beitrittsurkunde im Rathaus unterzeichnet


Die Landeshauptstadt Magdeburg wird Mitglied der Kampagne „SolarLokal“. Heute haben Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und die Koordinatorin der Deutschen Umwelthilfe Ines Wittig im Alten Rathaus eine entsprechende Beitrittsurkunde unterschrieben.

„Die Landeshauptstadt Magdeburg hat sich mit dem Beitritt zum Klimabündnis der europäischen Städte zum Erhalt der Erdatmosphäre und mit dem Beschluss des Stadtrates, sich als Modellstadt „Erneuerbare Energien“ zu profilieren, zur Umsetzung energie- und klimapolitischer Ziele bekannt“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute anlässlich der Unterzeichnung der Beitrittsurkunde. „Als Mitgliedskommune des Klimabündnisses hat sich Magdeburg u.a. dazu verpflichtet, den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um 10 % zu reduzieren sowie Klimaschutzmaßnahmen in kommunale Prozesse einzubinden und zu forcieren. Magdeburg wird deshalb die Kampagne „SolarLokal“ unterstützen.“

SolarLokal ist eine bundesweite Imagekampagne für Solarstrom in Kreisen, Städten und Gemeinden mit dem Ziel, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieerzeugung auszubauen. SolarLokal knüpft hierbei an das positive Image der Solarenergie in der Bevölkerung an. Seit dem Start Mitte 2003 wird SolarLokal nach dem Konzept „Bundesweit aktiv – Individuell vor Ort“ durchgeführt. Teilnehmen können alle Kreise und Kommunen kostenlos. Derzeit sind mehr als 200 Kommunen in Deutschland in die Kampagne eingebunden. Die drei kommunalen Spitzenverbände, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag, unterstützen SolarLokal. Getragen wird die Kampagne von dem Naturschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. und dem deutschen Solarstromkonzern SolarWorld AG.

Auch in Magdeburg ist inzwischen eine rege Klimaschutzszene entstanden, im April konnte  ein Nutzungsvertrag mit der „Ersten BürgerInnensolar GbR“ unterzeichnet werden, im November wurde das erste Bürgersolarkraftwerk Magdeburgs eingeweiht. Magdeburger Bürger finanzieren auf dem Dach der Grundschule Salbke eine Fotovoltaikanlage. Der produzierte Strom wird in das Stromnetz der SWM GmbH eingespeist. Über die bundeseinheitliche Einspeisevergütung wird die Anlage refinanziert.

Dieses Engagement soll mit der Teilnahme der Landeshauptstadt an der Kampagne „SolarLokal“ fortgeführt und dokumentiert werden. In Sachsen Anhalt engagieren sich bereits Halle, Dessau-Roßlau, Köthen und Nessa in dieser Kampagne.
 Teil der Kampagne ist die Einrichtung einer „Dachbörse“, mit Objekten, die für die Installation vom Fotovoltaik-Anlagen zur Verfügung stehen. Im Rahmen der internetbasierten Dachbörse können Objekte zum Zwecke der Errichtung von Fotovoltaikanlagen eingestellt oder gesucht werden. Dadurch bietet diese Plattform Interessierten, denen keine eigene Fläche zur Verfügung steht, die Möglichkeit Umweltschutz, Zukunftsvisionen, Engagement und Wirtschaftlichkeit zu verbinden.

Für OB Trümper setzt der Beitritt zu SolarLokal das Engagement Magdeburgs für Umwelt- und Klimaschutz fort: „Magdeburg ist es gelungen, bedeutende Firmen der Umwelttechnik am Standort zu gewinnen. Hier ist mit Technischer Universität, Fachhochschule Magdeburg-Stendal sowie den Forschungseinrichtungen und Instituten eine Symbiose zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entstanden, die diese Entwicklung befördert.“
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Der Stadtrat hatte im Juli 2006 beschlossen, dass Magdeburg "Modellstadt regenerativer Energien" werden soll. Diesem Ziel dient nicht nur der Einsatz umweltfreundlicher Technologien, sondern auch der weitere Ausbau der Kreislaufwirtschaft und der Produktionsstandorte für regenerative Energien und Energiesysteme. Mit der Firma Enercon, dem größten Hersteller von Windenergieanlagen in Deutschland und der Biodieselerzeugung verfügt der Wirtschaftsstandort hier bereits über prägende Unternehmen.

Neben dem Engagement von Wirtschaft und Bürgern geht auch die Verwaltung wichtige Schritte in Richtung Klimaschutz. Das Sanierungsprogramm kommunaler Gebäude ist verbunden mit erheblichen CO2- Einsparungen. Im Rahmen der Mitgliedschaft im Klimabündnis der Europäischen Städte zum Erhalt der Erdatmosphäre unterstützt Magdeburg zudem seit 1996 jährlich Projekte zum Schutz des Regenwaldes.
 
Auch der Umwelterziehung misst die Stadtverwaltung erhebliche Bedeutung zu. Gemeinsam mit den Städtischen Werken organisiert die Stadt einen Energiespar-Wettbewerb für Schulen.  Das Energie-Einsparmodell unter dem Motto "Fifty/fifty" trägt seit Jahren zur  CO2-Reduzierung bei.
Das vom Umweltamt ins Leben gerufene und vom Stadtrat beschlossene Projekt "Fifty/fifty an Magdeburger Schulen" ist fester Bestandteil des städtischen Maßnahmeplanes zum Klimaschutz. Ziel ist die Energieeinsparung in den drei Bereichen Wasser, Wärme und Strom durch energiebewusstes Verhalten. Gleichzeitig sollen den Schülern die Zusammenhänge im Klimaschutz zwischen dem eigenen Handeln vor Ort und den globalen Auswirkungen näher gebracht werden. Fifty/fifty heißt, dass die Schulen 50 Prozent der verhaltensbedingt eingesparten Energiekosten erhalten.
Verhaltensbedingte Energieeinsparungen lassen sich bspw. durch konsequente Stoßlüftung, Temperaturmessung in den Räumen und Drosselung der Heizung erzielen. An dem Energiesparprojekt nahmen bisher insgesamt 23 Schulen erfolgreich teil. Die Bildungseinrichtungen konnten gemeinsam 120.000 Euro einsparen. Das in der Praxis bewährte Projekt wird in den kommenden Schuljahren fortgesetzt.


Weitere Informationen zur Kampagne SolarLokal unter www.Solarlokal.de.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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