Kreis Steinfurt. Ein effizienter Einsatz von Ressourcen – also von Material und Energie – ist angesichts stetig steigender Kosten zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil geworden. Rund 30 Vertreter aus kleinen und mittleren Unternehmen aus dem ganzen Münsterland nahmen jetzt an der Informationsveranstaltung „Kostensenkung durch effizienten Stoffeinsatz“ in den Räumen der Firma Weßling Beratende Ingenieure in Altenberge teil, um sich zu diesem Thema auf den neuesten Stand zu bringen.
Vier Referenten stellten Instrumente für Einsparpotenziale vor. Organisiert wurde die Veranstaltung von der IHK Nord Westfalen, dem EFA-Regionalbüro Münster, der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt) sowie von Train, der Gemeinschaftsinitiative der Fachhochschule Münster und der WESt.
„Die Energieressourcen werden zunehmend weniger, deswegen müssen wir uns bemühen, Energie einzusparen, wo es nur möglich ist“, eröffnete Prof. Dr. Joachim Michael Marzinkowski von der Bergischen Universität Wuppertal seinen Vortrag. Anhand eines mittelständischen Textilunternehmens zeigte er, dass sich durch die Nutzung innovativer PIUS-Maßnahmen (Produktionsintegrierter Umweltschutz) das Gesamtkonzept für Umwelt sowie Qualität verbessern und somit auch die Rendite steigern lässt. Seine Erfahrungen aus der Sicht eines Unternehmers mit dem PIUS-Check brachte Ernst Grimmelt von dem Velener Textilwerk Grimmelt, Wevers & Co. GmbH ein.
Einen weiteren Themenschwerpunkt des Abends bildete „CHEMIUS“, ein Zusatzmodul zum PIUS-Check, das die Stoffvielfalt im Unternehmen unter die Lupe nimmt. Andreas Kunsleben von der Effizienz-Agentur NRW (EFA) stellte den Zuhörern die Vorteile von CHEMIUS, bei dem die Erfassung, Bewertung und Verbesserung des betrieblichen Stoffeinsatzes im Fokus stehen, vor. Wie die Überprüfung des betrieblichen Stoffeinsatzes aus Sicht der REACh-Vorgaben (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals - eine seit Juni in Kraft getretene EU-Verordnung, die die Registrierung, Bewertung und Verbesserung von Chemikalien regelt) möglich ist, stand abschließend auf dem Programm. „Man kann Unternehmen nur ermutigen, sich frühzeitig mit den neuen REACh-Vorgaben auseinanderzusetzen“, resümierte Michael Andrees, Wessling Beratende Ingenieure GmbH.
Die Vorträge der Informationsveranstaltung stehen auch als Download auf der Homepage der WESt, www.westmbh.de, zur Verfügung.