Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Magdeburg, 19. Dezember 2007
Siel am Zipkeleber Gutsteich fertig gestellt
Feierliche Einweihung in Ostelbien

Magdeburg.

Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz hat heute das neue Siel am Zipkeleber Gutsteich eingeweiht. Damit ist nach 16monatiger Bauzeit Bauzeit die ersten Teilmaßnahme des Projektes „Hochwassernachsorge im ostelbischen Raum Magdeburgs“ abgeschlossen.

 

2006 hatte die Landeshauptstadt mit dem Gewässerausbau, -neubau und dem Gewässerrückbau in und um Pechau und Zipkeleben begonnen, die nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 und dem starken Hochwasser zu Jahresbeginn 2003 beschlossen Maßnahmen zur Hochwassernachsorge in Ostelbien umzusetzen.

 

Am 4. Sept. 2006 begann mit dem ersten Spatenstich der Neubau des Siels am Zipkeleber Gutsteich. „Mit der heutigen Freigabe des Siels ist das erste Paket von Maßnahmen zur Hochwassernachsorge in Ostelbien umgesetzt“, freut sich Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz. „ Weitere Maßnahmen werden in den nächsten Jahren folgen, so u. a. der Aus- bzw. Neubau des Grabensystems im Bereich der Furtlake sowie die Errichtung eines Schöpfwerkes am Steingrabensiel.“

 

Insgesamt investiert die Landeshauptstadt rund 10 Mio. Euro, um Folgeschäden von Hochwasserereignissen im ostelbischen Raum einzudämmen. Für die Maßnahmen in und um Pechau und Zipkeleben wurden ca. 1,4 Mio. Euro aus dem Haushalt der Stadt bereitgestellt.

  

 

Hintergrund

 

Bei den Hochwassern 2002 und 2003 hatten anhaltend hohe Wasserstände der Elbe verbunden mit zwischenzeitlich starken Niederschlägen im ostelbischen Stadtgebiet zu starken Vernässungserscheinungen durch hohe Grundwasserstände geführt. Durch Maßnahmen zur Hochwassernachsorge sollen solche Situationen künftig entschärft bzw. vermieden werden. Sie dienen deshalb  der Verbesserung des Hochwasserschutzes der Bevölkerung und der Hochwassernachsorge.  

 

Eine Vernässung der Stadtgebiete östlich der Elbe durch hohe Grundwasserstände z. B. bei anhaltend starke Niederschläge kann auch zukünftig nicht verhindert werden.

Durch die bereits abgeschlossenen und noch geplanten Maßnahmen kann jedoch sichergestellt werden, dass das Wasser innerhalb des Deichsystems schneller abfließt, so dass auch die Grundwasserpegel schneller sinken.

 

Durch die Errichtung des Siels am Zipkeleber Gutsteich und die Schaffung eines hydraulischen Verbundsystems vom Brandtschen Kolk bis zum Zipkeleber Gutsteich wurde die Ableitung des Wassers aus diesem eingedeichten Gebiet in den Umflutkanal erst möglich. Die hydraulische Gesamtsituation des Polders vor allem um Pechau wird entspannt. Die Funktionsfähigkeit des neuen Entwässerungssystem wurde gleich nach der Fertigstellung auf eine harte Probe gestellt: Ursache war kein Hochwasser, sondern die ergiebigen Niederschläge der letzten Monate, die die Grundwasserstände im Polder (Wasserstände in den Gräben) stark ansteigen ließen. Mit der Fertigstellung des Siels konnten die hohen Wasserstände erheblich abgesenkt werden.



[Zurück]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de