Die Kreisverwaltung Leer bereitet nach den Worten von Landrat Bernhard Bramlage für die nächste Kreistagssitzung die Einrichtung eines Behindertenbeirates vor. Zunächst werde sich der Sozialausschuss bereits in seiner nächsten Sitzung am 5. Februar damit befassen. Damit setzt der Kreis das erst am 1. Januar in Kraft getretene Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen so schnell wie möglich um.
Bramlage sieht in der Bildung eines Behindertenbeirates eine gute und sinnvolle Ergänzung zu den Aufgaben des Behinderten-Beauftragten in der Kreisverwaltung. Der Landkreis hatte die Stelle von sich aus schon vor Jahren eingerichtet. Sozialarbeiter Hans-Hinrich Vervoort, der diese Aufgabe im Gesundheitsamt wahrnimmt, unterstützt außerdem die Arbeit von Selbsthilfegruppen, die sich zum Teil ebenfalls um die Belange von Behinderten kümmern.
Das neue Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat das Ziel, den betroffenen Menschen ein möglichst uneingeschränktes Leben in der Gemeinschaft und eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. An dieser Aufgabe soll auch der nach dem Gesetz vorgesehene Behindertenbeirat mitwirken. In einem Satzungsentwurf für den Kreistag hat die Kreisverwaltung Vorschläge für die Aufgaben des Behindertenbeirates aufgelistet. So soll der Behindertenbeirat Vorschläge und Anregungen zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen entgegennehmen, auswerten und weiterleiten. Außerdem soll der Behindertenbeirat bei der Planung und Umsetzung von Projekten beratend mitwirken, wenn Menschen mit Behinderungen davon betroffen sein könnten.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Dieter Backer
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