Dank documenta: 2007 Rekordjahr im Fremdenverkehr

14. Januar 2008. Das documenta-Jahr 2007 verspricht nach Auffassung von Oberbürgermeister Bertram Hilgen als das Rekordjahr im Bereich des Fremdenverkehrs in die Kasseler Stadtgeschichte einzugehen. Nach einer ersten Hochrechnung der Statistikstelle der Stadt Kassel übernachteten im vergangenem Jahr 446.500 Personen aus dem In- und Ausland in der documenta-Stadt - soviel wie nie zuvor ( 2006: 382.600). Auch die 816.750 Übernachtungen (2006: 685.450) bedeuten Rekordniveau. „Diese Zahlen zeigen, dass die documenta für den Tourismus in Kassel ein wichtiger Impulsgeber ist“, machte OB Hilgen deutlich. „Aber auch andere Bereiche des wirtschaftlichen Lebens wie Gastronomie und Handel profitieren stark von der bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst.“

Nicht zu vernachlässigen sei dabei auch der durch die documenta erzielte Imagegewinn für Kassel. Wenn die Kassel-Besucher einen positiven Eindruck von der nordhessischen Großstadt mit nach Hause nähmen - sei es durch das breite kulturelle Angebot, durch eine interessante und spannende documenta oder auch durch die Gastfreundlichkeit der Kasseler -, werde die Nordhessenmetropole langfristig davon profitieren, zeigte sich Hilgen überzeugt.

Wie erfolgreich sich die vergangene documenta 12 auf den Kasseler Tourismus ausgewirkt habe, zeige auch ein weiterer aktueller Zahlenvergleich der städtischen Fachstelle für Statistik über den Fremdenverkehr in den documenta-Monaten Juni bis September der vergangenen 25 Jahre. Von der documenta 5 in 1972 an sei es mit den Gästezahlen bis 2007 stetig aufwärts gegangen. So wurden in den documenta-Monaten Juni bis September des Jahres 1972 92.693 Übernachtungsgäste gezählt, zur documenta 7 in 1982 104.437 und zur documenta 10 in 1997 bereits 163.373. Mit rund 208.000 Übernachtungsgästen habe es die d 12 geschafft, die Schallmauer 200.000 deutlich zu durchbrechen, erklärte Hilgen.

Auch in der Anzahl der Übernachtungen zeige sich, welch bedeutender Faktor die von Arnold Bode 1955 begründete Ausstellung zeitgenössischer Kunst für den Tourismus in Kassel sei, so der OB weiter. Seien 1972 in den documenta-Monaten Juni bis September 172.158 Übernachtungen registriert worden, seien die Übernachtungszahlen nach einem Rückgang in 1977 und 1982 stetig von 183.580 in 1987 (d 8) über 223.792 in 1992 (d 9) auf 316.388 in 2002 (d 11) auf jetzt fast 374.000 in 2007 gestiegen.

Auch wenn die d 12 erst vor wenigen Monaten erfolgreich zu Ende gegangen sei, freue er sich schon heute auf das Jahr 2012, wenn die documenta 13 ihre Pforten öffne. Dann gebe es wieder interessante moderne Kunst zu schauen und Kassel biete noch mehr internationales Flair als üblich. Schon jetzt rufe er die Menschen in aller Welt auf, Kassel in vier Jahren zu besuchen. Aber auch zwischen den documenta-Ausstellungen sei die nordhessische Großstadt immer eine Reise wert. Als einer der größten Museumsstandorte Deutschlands mit einer lebendigen Kulturszene, einem gutsortierten Einzelhandel, einer abwechslungsreichen Gastronomie und guten Hotellerie weise Kassel alle Attribute auf, die zu einem attraktiven Reiseziel gehörten.

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