Erweiterung der Entgeltfreiheit für den Besuch in Kasseler Kindertagesstätten

21. Januar 2008. Die Stadt Kassel wird ab Mai 2008 die Entgeltbefreiung für den Halbtagsplatz in den Kasseler Kindergärten um drei Monate erweitern. Davon profitieren alle Kinder, die im vorletzten Jahr vor der Einschulung einen Kindergarten besuchen. Die Stadt geht von zirka 850 Kindern aus. Die dazu erforderliche Änderung der Betreuungs- und Tarifordnung ist zwischenzeitlich auf den Weg gebracht und soll noch vor Ostern in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Die Entgeltfreistellungen werden sowohl für die städtischen als auch für Kindergärten der freien Träger gelten. Für Eltern ist es nicht erforderlich, diesbezüglich Anträge zu stellen; sie werden rechtzeitig über die Leitung der Kindertagesstätten über die Änderung informiert.

Oberbürgermeister Hilgen zeigte sich erfreut darüber, dass die Stadtverordnetenversammlung seinem Vorschlag zur Erweiterung der Entgeltbefreiung im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2008 gefolgt ist. Damit werde für ihn, so Hilgen, ein weiterer notwendiger Schritt eingeleitet, den Besuch von Kindertagesstätten als Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern gänzlich von den Entgeltzahlungen zu befreien. Dies diene nicht nur der Förderung von Familien mit Kindern in Kassel, sondern unterstreiche auch die Notwendigkeit, dass Kindergärten als Orte früher Bildung enorm an Bedeutung gewonnen hätten. Er freue sich besonders über die jetzt anstehende Erweiterung der Entgeltbefreiung und er könne damit anknüpfen an seine bereits für den Haushalt 2006 eingebrachte Initiative, das letzte Kindergartenbesuchsjahr von der Entgeltzahlung für einen Halbtagsplatz freizustellen. Inzwischen sei dies in Hessen ab 2007 flächendeckend eingeführt worden.

Oberbürgermeister Hilgen verwies darauf, dass er in den nächsten Wochen im Rahmen des Zukunftsprogramms für die Stadt Kassel weitere Initiativen vorstellen werde, die besonders darauf gerichtet seien, die Sprachförderung im Rahmen der frühen Bildung in Kindergärten auszubauen und zu intensivieren. Dies sei nicht nur eine bildungspolitische Notwendigkeit, sondern stelle auch im Hinblick auf Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund einen wichtigen Beitrag zur Integration dieser Kinder und ihrer Familien dar; letztendlich sei dies auch ein Beitrag zur Gestaltung des Stadtfriedens. Er werde jedenfalls nicht nachlassen in seinen Bemühungen, die Kindertagesstätten insgesamt als Bildungseinrichtungen anzuerkennen und dass die Beiträge für die Tagesbetreuung gänzlich entfallen.

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