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Kräcker auf den Nierentisch
Museumsvortrag zur Kulturgeschichte der privaten Feier
Borken - 18. Februar 2008. Wer hat nicht gerne Freunde um sich, verbringt mit ihnen einen schönen Tag oder Abend? Den Gedanken, Gäste zu sich nach Hause einzuladen, verbinden die meisten von uns mit der Vorstellung an das Beisammensein mit Freunden, das gemeinsame Essen und Trinken, die Unterhaltungen, Tanzen oder Musik hören.
Der gleichsam ethnologische Blick auf die Kulturgeschichte der privaten Feier nach 1945 fördert sehr viel mehr an Zeitgeist, gesellschaftlicher Konvention und mentaler Orientierung zutage, als man auf den ersten Blick erwarten mag. Das zeigt die Volkskundlerin Anke Wielebski M.A., die seit September vergangenen Jahres das Stadtmuseum Borken personell verstärkt, in einem Vortrag in der Reihe „Geschichte ist mehr“ auf. Als Mitarbeiterin des LWL-Museumsamtes in Münster hat sie zu diesem Thema 2007 eine Sonderausstellung mit einem Begleitband abgeschlossen. Am Mittwoch abend stellt sie die Erträge des Projektes vor.
Für die Vorbereitung einer Feier waren immer schon viele Fragen zu klären: Wen läd man ein, was gibt es zu essen und zu trinken und welche Musik kann man spielen? Der Blick auf die letzten sechzig Jahre des privaten Feierns zeigt, dass sich zwar die Fragen nicht geändert haben, die Antworten auf sie aber schon. Im Mittelpunkt der Ausstellung „Heut’ laden wir uns Gäste ein – Kulturgeschichte der privaten Feiern nach 1945“ stehen die privaten Feste, nicht die immer wiederkehrenden Festereignisse eines Jahres. „Zeitzeugen“ waren Menschen aus Westfalen, die nach einem Aufruf ihre Schränke, Dachböden und Keller durchstöberten und neben vielen Festutensilien auch Fotos und eigene Geschichten öffentlich machten. Ihre privaten Archive gewähren den intimen „Blick durchs Schlüsselloch“, auf ganz individuelle Lebensgeschichten und erhellen schlaglichtartig die Geschichte des privaten Feierns in Westfalen.
Volkshochschule, Heimatverein und Stadtmuseum Borken laden herzlich zu diesem Vortrag ein. Mittwoch, 20. Februar, 19:30 Uhr, Eintritt: 4,00 Euro.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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