„Jahrhundertprojekt“ fast abgeschlossen

20.02.2008 | Herten

Kämmerer bringt ersten NKF-Haushalt ein

Der erste Haushalt im neuen, doppischen Buchführungssystem ist eingebracht – mit erfreulichen Entwicklungen zum Beispiel bei der Gewerbesteuer, den langfristigen Verbindlichkeiten und den Schlüsselzuweisungen. „Trotzdem können wir keine Entwarnung geben“, so Stadtkämmerer Cay Süberkrüb. „Auch die Umstellung auf das NKF verbessert unsere finanzielle Lage nicht“.

Zwar hat die Stadt mit 91 Millionen Euro an langfristigen Verbindlichkeiten einen – im Vergleich zum Vorjahr – positiven Wert erreicht, und auch die Gewerbesteuereinnahmen (Plan: 21 Millionen Euro), der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (Plan: 18,3 Millionen Euro) und die Schlüsselzuweisungen des Landes (Plan: 30, 2 Millionen Euro) werden sich voraussichtlich weiter verbessern. „Doch die Schere zwischen Erträge und Aufwendungen werden wir auch weiterhin – trotz intensiver Sparbemühungen – nicht schließen können“, so der Kämmerer.

 

Schuld daran seien, so Süberkrüb weiter, unter anderem die steigende Kassenkreditquote (aktuell ca. 90 Millionen Euro) und die steigende Kreisumlage (ca. 3,5 Millionen Euro). „Wenn das Land behauptet, den Kommunen ginge es gut, dann verkennt es die Situation vor Ort. Man kann nicht alle Städte über einen Kamm scheren!“, mahnt er an. "Wir müssen uns auch weiterhin für eine gerechte Finanzausstattung aller Kommunen einsetzen."

Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de