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Auf den Spuren der Paula Modersohn-Becker

Borken - 03. März 2008. Das umfangreiche "Modersohn-Becker-Paket", die BZ berichtete, geschnürt von der Gleichstellungsstelle der Stadt Borken und kulturinteressierten Frauen vor Ort – erwies sich als komplett gelungene Veranstaltung.

Schon die Lesung im großen Ratsaal des Rathauses von der Verfasserin der Paula-Modersohn-Becker Biografie, Dr Christa Murken, zeichnete Leben und Streben der Malerin in vielerlei Facetten anschaulich und einfühlsam nach.

Das Interesse an der Fahrt war übergroß und so mussten sich die Veranstalterinnen wegen der beschränkten Kapazitäten auf eine Zahl von 50 Teilnehmer beschränken. Die erste Station war Worpswede, wo typisches Teufelsmoorwetter, neblig und leicht feucht die Teilnehmer gleich entsprechend einstimmte. Thema des Rundgangs war „Leben!“. Zuerst ging es in die Kirche, in der wieder entdeckte Blumenmalereien an den Wänden von Paula Modersohn, damals noch Becker, zu besichtigen waren. Anschließend ging es am Grabmahl vorbei durch das Dorf mit Blicken in die Heidelandschaft zu authentischen Schaffens- und Lebensorten. Durch Hörstationen und Zitate aus Paulas Briefe wurden Schnittstellen von Vita und Werk in beeindruckender Weise erlebbar. Danach ging es nach Bremen in die Kunsthalle, wo 50 ihrer Meisterwerke gezeigt wurden. „Der direkte Vergleich ihrer Stilleben und Figurenbilder mit Werken der französischen Avantgarde mit Bildern von Cezanné, van Gogh, Picasso, Gauguin u.a. zeigte die Berührungspunkte mit der Kunst im Paris jener Tage.“ – so der Ausstellungsprospekt.

Die äußerst konzentrierte und informative Audioführung leitete die Besucherinnen und Besucher durch diese konzeptionell hochinteressante Ausstellung. Darin waren sich alle Teilnehmenden einig. Das Highlight sollte aber noch kommen! Die letzte Station nämlich war das Paula – Modersohn – Becker- Museum in der Altstadt Bremens.

Den jedoch inzwischen etwas erschöpften Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Borken vermochten zwei äußerst kompetente Kunsthistorikerinnen den Kunstsinn erneut zu wecken, indem sie Paula Modersohn- Beckers Interesse an ägyptischen Mumienporträts ihren radikal modernen Porträt-Stil gegenüberstellten. Kostbare Leihgaben aus dem Louvre und der National Gallery, London ließen die Betrachter in einer ganz eigenen Präsentation die Faszination zwischen Antike und Moderne erleben. Hingerissen von derartigem Enthusiasmus traten die Teilnehmenden eine entspannte, kurzweilige Rückreise an.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

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Teilnehmer der Fahrt nach Worpswede



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