Kreis Steinfurt. Aus der neuen Statistik des Ausländerzentralregisters geht hervor: 18.120 Ausländer lebten am 31.12.2007 im Bezirk der Ausländerbehörde des Kreises Steinfurt. Dazu gehören alle kreisangehörigen Kommunen mit Ausnahme der Stadt Rheine, die ein eigenes Ausländeramt hat.
Die türkischen Mitbürger stellen mit 4.301 Personen (23,74 Prozent) die größte Gruppe der ausländischen Staatsbürger. Mit 3.590 Personen beziehungsweise einem Anteil von 19,82 Prozent folgen die Staatsangehörigen von Serbien und Montenegro vor den Niederländern mit 1.128 Personen (6,23 Prozent). Ebenfalls noch recht stark vertreten sind Ausländer mit polnischer (1.007 = 5,56 Prozent) und portugiesischer (936 = 5,17 Prozent) Staatsangehörigkeit.
Von den 18.120 ausländischen Personen besitzen 1.114 eine zweite Staatsangehörigkeit, elf verfügen über drei und neun Ausländer haben mehr als drei Staatsangehörigkeiten.
Einen unbefristeten Aufenthaltstitel (Niederlassungserlaubnis) besitzen 2.043 Personen. Von den 4.253 Ausländern, die einen befristeten Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis) erhalten haben, halten sich 356 zum Zwecke des Studiums oder der Erwerbstätigkeit im Kreisgebiet auf. Bei weiteren 949 führten völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis. Die größte Personengruppe (2.426) erhielt die Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Familiennachzugs. 466 Ausländer verfügen über ein besonderes Aufenthaltsrecht (z.B. als ehemalige Deutsche).
Zu Jahresbeginn waren im Zuständigkeitsbereich der Ausländerbehörde Steinfurt 185 Asylverfahren anhängig, von denen 113 auf einem erstmals gestellten Asylantrag und 68 auf einem Asylfolgeantrag basierten. Bei den 4.619 Asylverfahren, die bis zum 31.12.2007 abgeschlossen waren, kam es in 179 Fällen zu einer Anerkennung als Asylberechtigter, 4.086 Asylanträge wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt.