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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 31.03.2008


Sonderausstellung “Im Visier der Stasi” verlängert bis 6. April

Öffentliche Führung am Donnerstag

Iserlohn. Die Sonderausstellung des Stadtmuseums Iserlohn "Im Visier der Stasi - Überwachungsmethoden und Spionage in der DDR" wird wegen des großen Interesses verlängert bis zum kommenden Sonntag, 6. April. Die Öffnungszeiten des Stadtmuseums am Fritz-Kühn-Platz 1 sind dienstags, mittwochs und freitags bis sonntags jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr, donnerstags von 10.00 bis 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Alle Interessierten sind zudem herzlich eingeladen zu einer öffentlichen und kostenlosen Führung durch die Sonderausstellung am Donnerstag, 3. April, um 17.00 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 02371 / 217-1960 bis -1964.

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hatte seine Augen und Ohren fast überall, die Stasi-Unterlagen enthalten daher Informationen über nahezu jeden Bereich der DDR-Gesellschaft. Bürgerrechtler, kirchliche und ökologische Gruppen, kritische Künstler oder Ausreisewillige gerieten “ins Visier der Stasi”. Jeder Bewohner der DDR und jeder, der sich vorübergehend dort aufhielt, zum Beispiel als Tourist, stellte ein potenzielles Observationsziel dar.

Für ihre Überwachungsaufgaben entwickelte die Stasi Spezialgeräte. Allein die Abteilung “Operativ Technischer Sektor” (OTS), die für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und den Gerätebau zuständig war, beschäftigte über 1.000 Mitarbeiter. Es ist verblüffend und beängstigend, mit welchem Einfallsreichtum und Erfindergeist Geräte zur Bespitzelung und Unterdrückung geschaffen wurden.

Die Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn zeigt Objekte wie zum Beispiel Kameras mit Spezialobjektiven für die Raumüberwachung, verschiedene Observationstaschen mit eingebauten Kameras, Infrarotkoffer für die unsichtbare Fotografie bei Dunkelheit, Miniaturkameras für den Einbau in Kleidungsstücken, Dokumentationsgeräte für die Reproduktion von Schriftstücken bei der Durchsuchung von Wohnungen und Arbeitsplätzen, Wanzen zur Raumüberwachung usw. Es war das Modernste, was die Technik bis 1989 zu bieten hatte.

Weitere Informationen gibt’s auch im Internet unter www.museen-iserlohn.de



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