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documenta-Stadt Kassel

Stadtbaurat Witte stellt „Leitbild zur Entwicklung der Innenstadt Kassel“ vor

01. April 2008. Ein „Leitbild zur Entwicklung der Innenstadt Kassel“ hat Stadtbaurat Norbert Witte jetzt in einer Pressekonferenz vorgestellt. Kernaussage in diesem Leitbild ist die Definition von Zielen zur Stärkung der Innenstadt, die in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren erreicht werden sollen. Das Leitbild stellt dar, welche Qualitäten die Innenstadt heute hat und bietet auf der Grundlage eines Maßnahmenkatalogs eine Diskussionsgrundlage für zukünftige Entwicklungen in den Handlungsfeldern Städtebau, Wirtschaft, Kultur, Verkehr und Wohnen, Arbeiten und Soziales.

Bereits in der Vergangenheit gab es eine Vielzahl von Untersuchungen und Konzepten, wie sich die Innenstadt entwickeln sollte. Vor diesem Hintergrund hatte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat beauftragt, ein Leitbild für die Entwicklung der Kasseler Innenstadt zu entwerfen.

„ Die Innenstadt ist das Zentrum Kassels, hier liegen die geschichtlichen Wurzeln und hier wird das Bild geprägt, das sich Bürger und Besucher von der Stadt machen“, so Stadtbaurat Norbert Witte. In diesem etwa 121 ha großen Gebiet mit rund 20.000 Arbeitsplätzen und etwa 5.000 Einwohnern liege das Potential für die zukünftige städtebauliche Entwicklung.

In einem intensiven Diskussions- und Abstimmungsprozess mit der Bürgerschaft sei mit Institutionen, Politikern und innerhalb der Stadtverwaltung das jetzt vorgelegte Leitbild erarbeitet worden. „Das Leitbild ist ein Orientierungsrahmen, Richtschnur und Grundlage für politische Entscheidungen und das Verwaltungshandeln in der Stadt Kassel. Es berücksichtigt auch das „Handlungsprogramm zum demografischen Wandel“ und dessen Auswirkungen auf Kassel.“

Durch ihre besondere bauliche Dichte, ihre verkehrliche Zentralität und die besonderen Einrichtungen wirtschaftlicher, kultureller und administrativer Art unterscheidet sich die Innenstadt wesentlich von den übrigen Stadtteilen. Sie habe durch die Kriegszerstörung ihre sichtbare historische Identität in großen Teilen verloren. „Deshalb ist es so wichtig, die moderne, nüchterne, verkehrsorientierte Stadtentwicklung des Wiederaufbaus mit den einzigartigen historischen und kulturellen und wirtschaftlichen Potentialen zu verbinden. Durch die Neuorganisation der verkehrlichen Erschließung im Öffentlichen Personennahverkehr und eine intensive Nutzung der kulturellen und wirtschaftlichen Potentiale sollen nachhaltige Entwicklungsimpulse gesetzt werden, denn ohne starken Impuls kann keine nachhaltige Entwicklung greifen“, so Witte.

Die Innenstadt ist dabei räumlich so definiert, dass sie vom Brüder-Grimm-Platz bis zur Universität und von der Karlsaue bis zum Kulturbahnhof reicht und den gesamten Stadtkern mit allen seinen relevanten Einrichtungen wie Museen, Kirchen, Theater, Schulen, Behörden, Einzelhandel und auch größere zusammenhängende Wohngebiete umfasst. Einbezogen sind auch die Übergänge zwischen der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilzentren mit deren jeweiligen Hauptverbindungsachsen - Holländischer Platz, Katzensprung, Altmarkt, Trompete, Brüder-Grimm-Platz und Ständeplatz – sowie impulsgebende Entwicklungsprojekte wie Kulturbahnhof, Uni-Campus, Finanzzentrum mit Karlshospital und die Museumsstandorte zwischen Brüder-Grimm-Platz und Weinbergplateau. Ein dem Leitbild beigefügter Übersichtsplan veranschaulicht den Geltungsbereich des Konzepts.

Das „Leitbild zur Entwicklung der Innenstadt Kassel“, das an den ersten Entwurf für ein Leitbild aus dem Jahr 2000 anknüpft, ist in der städtischen Publikationsreihe „Kassel im Dialog“ erschienen. Es ist unter der Internetadresse www.stadt-kassel.de als Datei eingestellt oder kann im Rathaus abgeholt werden im Amt für Stadtplanung und Bauaufsicht, Rathaus, Flügel Karlsstraße, 8. Stock, Zimmer K 850 .



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