Das Magdeburger Recht als Brücke in Europa
Im Stadtarchiv gefunden…
Sie waren virtuelle Brücken – jene Freiheiten der Magdeburger Stadtbürger, die jahrhundertelang die Rechtsordnungen der Städte und Dörfer Mittel- und Osteuropas miteinander verbanden. Über diese Brücken und ihre Funktionen wird Dr. Katalin Gönczi, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, am 22. April 2008 ab 19:00 Uhr im Alten Rathaus sprechen. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Im Stadtarchiv gefunden…“.
Im Rahmen des Vortrages werden einige Aspekte der Forschungsgeschichte sowie Überlegungen zu neueren Ansätzen der Forschung vorgestellt. Die Referentin beschäftigt sich dann mit der räumlichen Verbreitung des sächsisch-magdeburgischen Rechts.
Der Vortrag ist zugleich ein Bericht aus einem Forschungsprojekt der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Die 2004 gegründete „Forschungsstelle Magdeburger Recht“ wurde 2007 dem Akademieprojekt zugeordnet. Unter der fachlichen Leitung des Hallenser Rechtshistorikers Prof. Dr. Heiner Lück und des Leipziger Slawisten Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Eichler werden seit einigen Jahren in Leipzig und Magdeburg koordinierte Forschungen zum sächsisch-magdeburgischen Recht in Osteuropa durchgeführt. Ausgehend von der damaligen zentralen Rolle Magdeburgs werden die europäischen Rechtsverbindungen untersucht – eben jene virtuellen Brücken. Der Vortrag von Frau Dr. Gönczi wird sich vor allem mit der Verbreitung der Magdeburger Rechtsordnung in Mittel- und Osteuropa beschäftigen.
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