09. April 2008. Der Magistrat hat am 7. April beschlossen, dass sich die Stadt Kassel an dem Bundesprogramm „Kommunal-Kombi“ beteiligt. Damit sollen im Jahr 2008 100 zusätzliche, sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für Langzeitarbeitslose in Kassel geschaffen werden, die tariflich entlohnt werden.
„Wir wollen 50 langzeitarbeitslosen Menschen bei der Stadt Kassel und weitere 50 Arbeitsverhältnisse bei gemeinnützigen Trägern fördern“, informiert Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel. „Damit bieten wir den betroffenen Langzeitarbeitslosen in Kassel neue Chancen auf Beschäftigung.“
Das Programm sieht vor, dass die Arbeitsplätze zu je 50 Prozent vom Bund und der Stadt Kassel gefördert werden. Zielgruppe sind Empfänger/innen von Arbeitslosengeld II (Hartz IV).
„Damit spart der Bund und die Stadt Kosten für die Transferleistungen“, so Dr. Barthel weiter. Das Programm „Kommunal-Kombi“ kostet insgesamt 1,6 Millionen Euro, davon übernimmt der Bund zirka 910.000 Euro und die Stadt 750.000 Euro.
Aufgrund der tariflichen Bezahlungen in Arbeitsverhältnissen fällt die Leistung Arbeitslosengeld II und Unterkunftskosten zumindest bei 1-Personen-Haushalten weg. Ziel ist es, dass die Beschäftigten langfristig unabhängig von den Leistungen sind.
Mit den Arbeitsverhältnissen müssen gemeinnützige Aufgaben übernommen werden, die im öffentlichen Interesse liegen. Durch dieses Programm werden keine Arbeitsplätze bei der Stadt Kassel und den gemeinnützigen Trägern gefährdet. Diese Kriterien werden streng überprüft.
Wenn die Stadt Kassel dem Vorschlag des Magistrates zustimmt, läuft das Programm im Mai 2008 an und soll bis Ende 2010 umgesetzt werden.
„Die Stadt Kassel handelt mit der Teilnahme an dem Programm „Kommunal-Kombi“ weiter verantwortlich für die Langzeitarbeitslosen in Kassel und macht das durch den Einsatz zusätzlicher städtischer Haushaltsmittel deutlich!“, teilt Dr. Barthel abschließend mit.
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