Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 16. April 2008
Auswirkungen von Baumaßnahmen der Bahn und Barrierefreiheit auf Friedhöfen
Sitzung der AG Behinderte am 24. April im Rathaus

Magdeburg.

 

Die kommunale Arbeitsgruppe „Menschen mit Behinderungen“ trifft sich am Donnerstag nächster Woche (24. April 2008), 13.30 Uhr zu ihrer 38. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Auf der Tagesordnung der Arbeitsgruppe stehen auch diesmal aktuelle Fragen einer barrierefreien Gestaltung von Bauvorhaben und Verkehrslösungen. Beteiligt sind das Stadtplanungsamt, das Tiefbauamt und die Magdeburger Verkehrsbetriebe.

 

Wegen der bevorstehenden umfangreichen Gleisarbeiten der Deutschen Bahn AG in Magdeburg und der Verlegung des Fernverkehrs zum Bahnhof Buckau sollen u.a. die Bedingungen und Auswirkungen auf behinderte Reisende diskutiert werden. Eingeladen ist dazu das Bahnhofsmanagement der DB.

 

Ein weiteres Thema ist die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit  der städtischen Friedhöfe für Menschen mit Behinderungen, insbesondere der Feierhallen bzw. Kapellen. Hier müssen noch erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit unternommen werden, so der Behindertenbeauftragte Hans-Peter Pischner. Zu diesem Punkt wurden Vertreter des städtischen Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe eingeladen.

 

Der Behindertenbeauftragte wird auf der Sitzung auch seinen Jahresbericht für das Jahr 2007 vorstellen, der eine Situationsbeschreibung  der Lage von Menschen mit Behinderungen in Magdeburg enthält und derzeit auch mehreren Ausschüssen des Stadtrates vorliegt.

 

An der AG Behinderte beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und –vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive.

 

In Sachsen-Anhalt leben ca. 171.600 anerkannte Schwerbehinderte  (7,1 %). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2007 rund 17.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,4 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind  rund 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), weit über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 361 sind blind, 195 gehörlos und ca. 4.000 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten knapp 2.000 Menschen (Merkzeichen H).

 

Rund 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter. 53,3 % der Behinderten sind weiblich, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Lebensalter ansteigt. Mehr als 6.000 EinwohnerInnen sind pflegebedürftig, rund 2.500 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt.

 

 

 

 

Nähere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342

E-Mail: behindert@magdeburg.de

Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel Erdgeschoss, Zimmer 043 zu erreichen. Sprechzeit i.d.R. Dienstag 9-12 und 14-17.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
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