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Ein „Nein“ ist nicht genug!

Selbstverteidigungstraining für Frauen aus verschiedenen Kulturen

Borken - 25. April 2008. Fast jede Frau macht im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit unangenehmen oder bedrohlichen Situationen. Experten schätzen, dass jährlich 500.000 Frauen und Mädchen in Deutschland Opfer von sexuellem Missbrauch oder von Vergewaltigungen werden.

Grund genug für das Interkulturelle Frauennetzwerk Borken zu handeln. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken, der Jugendmigrationsdienst der AWO und das DRK Projekt „IDEe“ Borken haben jetzt in der Begegnungsstätte „Casa Philip Neri“ in Borken ein Selbstverteidigungstraining für Frauen aus verschiedenen Kulturen angeboten.

Das Interesse war groß: Rund 20 Frauen haben mit Begeisterung am Training teilgenommen. Die Trainerinnen Martina Beier und Heike Immand – beide vom KreisSportBund Borken - vermittelten unterschiedliche Wehrtechniken und führten die Teilnehmerinnen in die Kunst des „Nein-sagens“ ein.

Besonders Frauen kennen das unangenehme Gefühl, wenn sie bei Dunkelheit alleine durch eine wenig belebte Gegend laufen und plötzlich Schritte hinter sich hören. „Gegen einen befürchteten Angriff hilft am ehesten ein gutes Selbstbewusstsein und das Wissen wie ich mich selbst verteidigen kann - denn Täter suchen keine Gegner, sondern Opfer“, so die Trainerinnen.

Fragen der Frauen wurden berücksichtigt: „Was passiert, wenn mich jemand vom Fahrrad runterziehen will? Was kann ich dagegen tun?“. Dass das Fahrrad auch als nützlicher Gegenstand bei der Abwehr eine wichtige Rolle spielen kann, wurde den Frauen gezeigt.

Die Trainerinnen wissen aus Erfahrung, dass Mädchen und Frauen oft Hemmungen haben, dabei sind schon minimale Abwehrtechniken, wie lautes Schreien und sich nicht eingeschüchtert zu verhalten ausreichend einen Angreifer zu verwirren. Die Techniken sich zu verteidigen und den Angreifer zu verletzen sind dann der nächste Schritt „Es genügt nicht, die Wehrtechniken ein paar Mal einzuüben. Die Frauen müssen regelmäßig trainieren und sich zudem bewusst werden, dass sie Opfer einer Gewalttat werden können“ so die Trainerinnen.

Die Auswertungsrunde ergab, dass alle Teilnehmerinnen an einem weiteren und intensiveren Selbstverteidigungstraining interessiert sind.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Selbstverteidigungskurs für Frauen (1)



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Selbstverteidigungskurs für Frauen (2)



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