25. April 2008. Zum Thema der zukünftigen Nutzung des städtischen Kulturhauses Dock 4 durch die documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen deutlich gemacht, dass es darum gehe, eine gute Lösung sowohl für die Interessen der documenta als auch für die Vertreter der freien Kasseler Kulturszene zu finden. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, hier würden die Institution documenta und die freie Kulturszene gegeneinander ausgespielt. Beide sind wichtig für das Profil unserer Stadt und machen den kulturellen Facettenreichtum aus“, sagte er.
Allerdings habe er angesichts des dringenden Raumbedarfs der documenta als Aufsichtsratsvorsitzender der documenta GmbH auch die Aufgabe, diese Probleme zielgerichtet zu lösen. Es gelte daher nun zwei Fragen zu beantworten: Wo wird der feste Mitarbeiterstab der documenta untergebracht und wo werden die Räumlichkeiten für das künstlerische Team der kommenden documenta 13 sein? Und: Wo gibt es geeignete Präsentations- und Veranstaltungsmöglichkeiten zum Thema documenta in den Zeiten zwischen den Ausstellungen?
Diese Fragen, so Hilgen, sollen jetzt im städtischen Masterplan, der alle Standorte und Aktivitäten der städtischen Museen, Archive und Kultureinrichtungen prüft, thematisiert werden. Insbesondere die Präsentation der documenta zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen sei eine Frage, die nicht kurzfristig gelöst werden könne.
„Eindeutig ist, dass für die weltweit bekannte Kunstausstellung documenta, die der wichtigste kulturelle Imageträger sowie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor der Stadt ist und im documenta-Jahr 2007 rund 750 000 Besucherinnen und Besuchern nach Kassel gebracht hat, angemessene neue Arbeits- und Präsentationsbedingungen geschaffen werden müssen.“ Naheliegend sei dabei, dass die documenta ihren Raumbedarf in unmittelbarer Verbindung zum documenta-Zentrum Fridericianum sucht.
„Dass der Bedarf für die freie Kulturszene, die im Dock 4 einen Proben- und Aufführungsort gefunden hat, dabei nicht vernachlässigt wird, ist für den Oberbürgermeister der Stadt Kassel selbstverständlich.“ Nicht zuletzt gebe es viele Kooperationen und inhaltliche Zusammenarbeit zwischen der documenta und der alternativen Szene, betonte OB Hilgen abschließend.
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