Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 29. April 2008

Zuschüsse für Altbauten

Neues Förderprogramm ab Mai für Dämmung von Geschossdecken, Außenfassaden, Keller, Fenster und Dach

Bocholt (pd).

Gute Nachtrichten für all jene, die vorhaben, ihr Haus mit Dämmtechnik nachzurüsten. Ab Mai kann bei der Stadt Bocholt finanzielle Unterstützung beantragt werden. „Altbau Optimal 2008 - Verbesserter Wärmeschutz für ältere Gebäude in Bocholt“, so der Titel des neuen städtischen Förderprogramms.

„Ab 1. Mai 2008 gibt es finanzielle Unterstützung für Sanierungswillige, die die Außenhülle ihres Wohnhauses in Bocholt energetisch verbessern wollen. Die Zuschüsse beziehen sich sowohl auf die Dämmung von obersten Geschossdecken und Dachflächen als auch auf die Dämmung von Kellerdecken und Außenfassaden sowie auf den Einsatz dreifach verglaster Fenster und Fensterscheiben“, so Umweltreferentin Angela Theurich. Die Höchstförderung pro Wohnhaus beträgt 1.500 Euro.

 

Die Höhe der Zuschüsse ist gestaffelt. Je besser die Dämmung, desto höher wird der Förderbetrag pro Quadratmeter. Beim Schräg- oder Flachdach zum Beispiel beginnt die Förderung mit einem Grundbetrag von 7,50 Euro für eine Dämmstärke von 20 cm, steigt dann aber mit jedem Zentimeter mehr Dämmstoffstärke um 50 Cent an. Obergrenze ist 12,50 Euro pro qm.

 

Das Ziel: Die Qualität von Sanierungsmaßnahmen soll in Bocholt so gestaltet werden, dass eine zukunftsfähige Einsparung von Heizenergie erreicht wird. „Wir möchten Bocholter Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen dazu ermutigen, mehr zu tun, als es der Gesetzgeber derzeit noch vorschreibt“, erklärt Umweltreferentin Angela Theurich das neue Konzept. „Denn schon jetzt ist klar, dass aus Gründen des Klimaschutzes die nächsten Energieeinsparverordnungen 2009 und 2012 höhere Anforderungen als bisher enthalten werden.“ Die Stadt Bocholt orientiert sich daher bei den im neuen Förderprogramm „Altbau Optimal 2008“ geforderten Qualitäten an den Dämmstoffstärken-Empfehlungen der Energieagentur NRW sowie an den Anforderungen KfW60 bzw. KfW40-Haus.

 

Im Bereich der Fenster ist Dreifachverglasung gefragt. Die Kosten für eine solche Verglasung mit Dreischeibenglas sind in den letzten Jahren deutlich gesunken und die Verbesserung des Energiespareffektes ist groß. Trotzdem ist der Einsatz solcher Scheiben nach wie vor nicht alltäglich. Das soll sich ändern. „In Bocholt gibt es etliche Wohnhäuser, die neben der Haustür eine riesige, fest verglaste Fensterscheibe besitzen, über die Wärme unnütz verloren geht. Die Straße wird im Winter sozusagen wider Willen gleich mitgeheizt“, so Theurich. „Solche Glasscheiben könnten, sofern die Rahmen noch intakt sind, ohne großen Aufwand gegen eine moderne Dreifachverglasung ausgetauscht werden.“ 20 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche gibt die Stadt Bocholt als Zuschuss dazu. Hierbei ist es für die Förderung egal, ob nur das Glas oder das Glas zusammen mit dem Rahmen erneuert wird. Nicht egal dagegen ist, wie die Fenster eingesetzt werden. Dies muss luftdicht sein und DIN-Standards entsprechen. Die Abdichtung von Fensterrahmen mit Montageschaum ist nicht zulässig.

 

Wer in den Genuss städtischer Fördermittel für energetische Altbausanierungsmaßnahmen kommen möchte, sollte sich bald entscheiden, denn der Fördertopf ist begrenzt. Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

 

Voraussetzung für jede Förderung ist die Teilnahme an der von der Stadt Bocholt angebotenen Sanierungsberatung, da beim Sanieren ein Gesamtkonzept fachlich sinnvoll ist. Die nächsten Vor-Ort-Sanierungsberatungstermine finden am 9. und 10. Mai 2008 statt. Anmeldeformulare hierfür sind über das Internet, www.bocholt.de, erhältlich oder über das Sekretariat des Bocholter Stadtbaurates, Tel. 02871/953254 (Frau Nienhaus). Detaillierte Hinweise zur Aktion erteilt Umweltreferentin Theurich unter Tel. 02871/953137.

 

Dort erhalten interessierte Hausbesitzer auch die Förderrichtlinie selbst sowie die dazu gehörigen Antragsformulare. Für die Sanierungsberatung vor Ort wird, wie üblich, vorerst ein Unkostenbeitrag von 100 Euro erhoben. Werden im Anschluss an die Beratung im Laufe eines Jahres energetische Verbesserungsmaßnahmen in Höhe von mindestens 600 Euro realisiert, wird dieser Unkostenbeitrag von der Stadt zurückerstattet. Dies gilt auch dann, wenn die realisierten Maßnahmen nicht von der Stadt Bocholt bezuschusst worden sein sollten.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Angela Theurich, Umweltreferat, 02871/953137