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Magdeburg, 30. April 2008
Oberbürgermeister legt Mitgliedschaft im Kuratorium "Points of View" nieder

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat seine Mitgliedschaft im Kuratorium "Points of View" niedergelegt. "Der jüngste Beschluss des Stadtrates zur Suche nach Alternativstandorten und zu den weiteren Bedingungen für das geplante Kunstwerk von Anthony Cragg hat mich zu diesem Schritt bewogen", begründet der Oberbürgermeister seine Entscheidung.

Seinen Austritt teilte Dr. Lutz Trümper der Vorsitzenden des Trägervereins "Freunde und Förderer des Magdeburger Kunstmuseums", Ursula Robra, Anfang dieser Woche in einem Brief mit. "Die Niederlegung meiner Mitgliedschaft richtet sich aber nicht gegen das Kuratorium, dessen engagierte Arbeit ich immer geschätzt habe", so der Oberbürgermeister.

Der Stadtrat hatte am 10. April nach einem interfraktionellen Antrag von CDU, Linkspartei und dem Bund für Magdeburg den Oberbürgermeister beauftragt, Alternativstandorte für das Kunstwerk vorzuschlagen und diese an zahlreiche Bedingungen geknüpft. "Ich kann den Beschluss des Stadtrates nicht nachvollziehen, werde aber den Auftrag natürlich erfüllen."

Derzeit prüft die Stadtverwaltung mögliche Alternativstandorte, die den Vorgaben der Stadträte entsprechen und für das Kunstwerk geeignet wären. "Im Zusammenhang mit der Sanierung des Universitätsplatzes hatte mich der Stadtrat aber ursprünglich beauftragt, ein dominantes Kunstwerk auf genau diesem Platz aufzustellen", blickt Dr. Lutz Trümper zurück. "Nicht ohne Grund beinhalten die Kurztitel von Beschlussvorlagen und Anträgen den Namen des Platzes. Wer jetzt – nach mehr als fünf Jahren und inzwischen fast unzähligen Debatten im Stadtrat und seinen Ausschüssen – die Suche nach alternativen Standorten fordert, macht ein völlig neues Thema auf. Ich halte es kulturpolitisch für eine Katastrophe, dass ein Künstler gefragt wird, ein Kunstwerk für einen definierten Platz zu gestalten und Jahre später beschlossen wird, dieses Kunstobjekt virtuell durch die Stadt zu fahren und zu schauen, wo man es mal hinstellen könnte."



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