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documenta-Stadt Kassel

Stöbern zwischen neu und alt: fair kaufhaus eröffnet - Gebrauchtmöbel, Kunsthandwerk, Bio-Produkte - und mehr

08. Mai 2008. „Gut eingewohnte“ Möbel, günstige Haushaltswaren und gut erhaltene Kleidung neben Biokräutern und Biogemüse, Brot vom Kragenhof, Kunsthandwerk und ausgefallenen handgewebten Textilien: Das fair kaufhaus ist mehr als ein Second-Hand-Geschäft. Heute wurde die 900-Quadratmeter-Halle, in der auch ein Bistro, eine Änderungsschneiderei und ein Reisebüro zu finden sind, feierlich eröffnet. Mit dabei: Der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Vizelandrat des Landkreises Kassel, Uwe Schmidt.

„Auch Menschen mit geringem Einkommen wird im fair kaufhaus die Möglichkeit gegeben, in einer angenehmen Atmosphäre für wenig Geld qualitativ hochwertige Dinge zu erwerben“, sagte der Geschäftsführer des Kaufhauses, Horst Pedina. „Fair ist das Kaufhaus auch gegenüber den Menschen, denen es eine Chance zur Beschäftigung gibt, fair ist es gegenüber den Kunden durch wirklich günstige Preise und Konditionen - und fair ist es nicht zuletzt auch gegenüber der Umwelt - weil es für gut erhaltene Dinge eine sinnvolle Weiterverwendung ermöglicht“, so Pedina. Rund 20 Arbeitsplätze sollen in dem Gebäude auf dem Gelände des Gewerbeparks Rothenditmold in den kommenden zwei Jahren entstehen.

Hinter dem fair kaufhaus, das mit dem Diakonischen Werk Kassel-Stadt und dem Diakonischen Werk in Hofgeismar kooperiert, steckt die fair nordhessen GmbH. Sämtliche Anteile an dieser GmbH hält als einziger Gesellschafter die Drogenhilfe Nordhessen e. V. (DN). Die DN bietet Beratung, Betreuung, Unterstützung, Therapie, Nachsorge und Prävention für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in 30 Projekten an 20 Standorten. In die vielfältigen Projekte der DN fließen die Gewinne des fair kaufhauses: „Wer uns Möbel, Kleidung, Bücher oder Haushaltsgegenstände spendet, unterstützt so letztlich die Drogenhilfe Nordhessen“, sagte Betriebsleiter Michael Fischer.

Zur Drogenhilfe Nordhessen gehört auch die Fachklinik Böddiger Berg, aus deren Ausbildungsgärtnerei die Kräuter, Gemüsesorten und Pflanzen stammen, die im fair kaufhaus angeboten werden. Zu kaufen gibt es überdies Produkte der Handweberei Rosenwinkel e. V., eines sozialen Betriebes bei Friedland (Südniedersachsen), in dem behinderte und anderweitig benachteiligte Menschen ausgebildet und beschäftigt werden. Zur Eröffnung hat die Handweberei Schals, Decken und Taschen im Wert von 600 Euro gespendet, um das fair kaufhaus zu unterstützen.

„Mit der Einrichtung des fairkaufhaus wurde von den Verantwortlichen in der Drogenhilfe Nordhessen e.V. eine unternehmerisch mutige, eine engagierte und eine auf die Zukunft gerichtete Entscheidung getroffen“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Kassel ist eine Stadt, die sich traditionell auszeichnet durch das solidarische Miteinander und durch gelebtes Verantwortungsbewusstsein seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. In einer solchen Stadt passt das fairkaufhaus sehr gut ins Bild und stellt eine echte Bereicherung dar.“

Vizelandrat Uwe Schmidt würdigte die Einrichtung des fair kaufhauses als praktischen Schritt, Menschen, die es nötig haben, eine Chance zum günstigen Einkauf und eine Möglichkeit zum Wiedereinstieg in das Berufsleben, zu geben. „Wenn man wissen will, was fair bedeutet, dann ist man hier richtig“, stellte der Vizelandrat fest.

Wer Möbel, Haushaltsgegenstände, Bücher und Kleidung spenden möchte, wende sich bitte an das fair kaufhaus, (05 61) 4 00 75 50.

fairkaufhaus, Philippistraße 23, 34127 Kassel, Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 16 Uhr.



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