VDSL-Technik macht Kassel attraktiver

15. Mai 2008. Den geplanten Anschluss der Stadt Kassel an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom mit der derzeit schnellsten verfügbaren DSL-Technik (VDSL = Very High Speed Digital Subscriber Line) hat Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst begrüßt. Mit der Installation modernster Breitbandanschlüsse gewinne Kassel für die Menschen, die an einem schnellen Zugang ins Internet und an der zusätzlichen Nutzung innovativer Multimediadienste interessiert sind, weiter an Attraktivität. Dass die Deutsche Telekom Kassel für die neue Technik ausgewählt habe, zeige, so Hilgen, dass die nordhessische Großstadt für nationale und internationale Konzerne mittlerweile wieder eine ausgezeichnete Adresse sei.

Stadtbaurat Norbert Witte wies in diesem Zusammenhang darauf hin, die Stadt arbeite eng mit der Telekom beim Ausbau ihres Netzes mit Glasfaserkabeln zusammen. Auf Grundlage des Telekommunikationsgesetzes müsse die Stadt als Träger der Wegebaulast vor der Verlegung von Leitungen bzw. der Errichtung von Gehäusen zustimmen. Eine grundsätzliche Verweigerung der Zustimmung lasse das Telekommunikationsgesetz allerdings nicht zu.

Im Rahmen des Zustimmungsverfahrens prüfe die Stadtverwaltung die von der Telekom geplanten Standorte unter anderem mit Blick auf Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, die Stadtbildverträglichkeit, Denkmalschutz und Schutz von Grünbeständen.

Im Rahmen der Arbeiten werde das bestehende Kupferkabelnetz durch Glasfasertechnik ergänzt, so der Stadtbaurat. Dazu würden auch sogenannte Multifunktionsgehäuse im öffentlichen Straßenraum errichtet. Dabei würden im Normalfall bereits vorhandene Gehäuse durch ein neues, größeres überbaut, in denen alte Kupfer- und neue Glasfasertechnik integriert würden. Sofern die bestehenden Platzverhältnisse eine Überbauung am alten Standort nicht zuließen, werde von der Deutschen Telekom ein anderer Standort in näherer Umgebung gesucht, ergänzte Witte weiter.

In Grenzfällen werde die Deutsche Telekom die Einwände der Anlieger angemessen berücksichtigen. Eine Zustimmung der Nachbarschaft nach den Regelungen der Hessischen Bauordnung sei dagegen nicht erforderlich, da die Vorschrift nicht auf das Vorhaben der Telekom anwendbar sei.

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